Schiedsrichter ehren verdiente Kameraden

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Obmann Josef Rapp (l.) mit den geehrten Schiedsrichtern.
Obmann Josef Rapp (l.) mit den geehrten Schiedsrichtern. (Foto: SZ- MANFRED SCHERWINSKI)
Hans Aierstok

Viele Wochenenden sind die Fußball-Schiedsrichter bei Spielen im Einsatz. Doch einmal im Jahr wird Geselligkeit groß geschrieben. Sie haben sich zusammen mit ihren Partnerinnen/Partnern am Freitagabend im Hotel „Adler“ zum Kameradschaftsabend zusammengefunden.

„Diese Kameradschftsabende sind sehr wichtig, doch sie werden nicht bei allen Schiedsrichter-Gruppen in jedem Jahr abgehalten“, sagte Reiner Bergmann vom Verbandsschiedsrichter-Ausschuss des WFV, der von Josef Rapp extra begrüßt wurde.

Schiedsrichter-Obmann Josef Rapp freute sich bei der Begrüßung, dass so viele an diesem Abend gekommen waren. Außer Reiner Bergmann konnte er Gäste von den Bezirken Riß, Donau/Iller, Oberschwaben und Bodensee begrüßen. Vom Bezirk Donau waren Bezirksvorsitzender Horst Braun, Bezirks-Obmann Anton Gut, Helmar Bader vom Sportgericht, Obmann Martin Mayer und Staffelleiter Dietmar Traub anwesend. Ihr Besuch sei ein Zeichen der Verbundenheit.

„2018 war für den deutschen Fußball kein gutes Jahr. Allerdings haben unsere Schiedsrichter mit den Großereignissen nichts zu tun“, sagte einleitend Josef Rapp. Im Bereich der SR-Gruppe Ehingen konnten alle Spiele belegt werden. Großes Lob galt den vielen Aktiven, die den ganzen Spielbetrieb über die Bühne gebracht hatten. Ob die Spesenerhöhung nun zu einer Erhöhung der Schiedsrichterzahl führen werde, müsse sich erst noch zeigen. Großes Lob galt auch den Partnern für ihr Verständnis über die ganze Saison.

Ehrungen vom WFV

Reiner Bergmann nahm die Ehrungen seitens des Verbandes vor. Er freue sich, dass die Geehrten so lange „bei der Pfeife bleiben“ würden. Die Goldene Ehrennadel erhielt Alexander Buck (FC Marchtal). Er hatte schon mit 17 Jahren die Schiedsrichter-Prüfung abgelegt. Er hatte immer eine gute Bewertung, hat während seines Aufenthalts in Berlin dort bis zur Verbandsliga gepfiffen und hernach dann in der Baden-Württembergischen Oberliga. Für 500 geleitete Spiele wurde er zusätzlich von Josef Rapp geehrt.

Die Silberne Ehrennadel für 20 Jahre erhielten Stephan Baur (SV Zwiefaltendorf) und Andreas Gapp (SV Oberdischingen). Obwohl der SV Zwiefaltendorf keine aktive Mannschaft mehr melden kann, hat Stephan Baur weiterhin „mit Ruhe und Gelassenheit“ bisher 331 Spiele geleitet, so Josef Rapp. Mit 32 Jahren ist Andreas Gapp nach seiner aktiven Zeit als Fußballer auch Schiedsrichter geworden. Er sei sehr zuverlässig und ein Vorzeige-Schiedsrichter. 2018 wurde er bereits für 500 geleitete Spiele geehrt.

Dreimal die SR-Ehrennadel in Bronze gab es für 15 Jahre aktive Schiedsrichter-Tätigkeit für Ulrich Knupfer (TSV Rißtissen), Andreas Traub (SG Griesingen) und Ferdi Mavis (Türkgücü Ehingen). Ulrich Knupfer hat bereits 341 Spiele der Kreisliga B, Jugend und Frauen geleitet. Besonders freute sich Reiner Bergmann, dass mit Ferdi Mavis ein ausländischer Schiedsrichter geehrt werden konnte. Er hat bisher 350 Spiele geleitet.

Das Beispiel von Andreas Traub (SG Griesingen) hat in seiner Familie Nachahmer gefunden. Inzwischen sind nun auch zwei Brüder dabei. Er hat mit 18 Jahren begonnen und seither 316 Spiele von Aktiven, Frauen und Jugend geleitet.

Eine magische Zahl: 2000

Einmal mehr stand Horst Böhme (VfL Munderkingen) zu einer Ehrung an. Er ist seit 55 Jahren Schiedsrichter und hat insgesamt 2000 Spiele geleitet, davon über 600 im Bereich der SR-Gruppe Ehingen. Albert Braig (SG Altsteußlingen) hat 750 Spiele geleitet. Er hat im März 1987 im Alter von 18 Jahren am Neulingskurs teilgenommen. „Er ist sehr zuverlässig und leitet durchschnittlich 24 Spiele pro Saison“, lobte Josef Rapp. Albert Braig habe eine sehr positive Einstellung und leite die Spiele mit Ruhe und Gelassenheit. Er hat schon die Ehrennadeln in Gold, Silber und Bronze.

500 Spiele haben Konrad Madarac (VfL Munderkingen) und Philipp Schlegel (SV Unterstadion) geleitet. Konrad Madarac hat bereits Auszeichnungen in Silber und Gold und ist zusätzlich Schiedsrichter-Beauftragter in seinem Verein.

Philipp Schlegel, der Neffe des früheren Obmanns Berthold Schlegel, sieht seine Aufgabe positiv. Er ist im Bereich Spielmanagement aktiv und pfeift inzwischen bis zur B-Junioren-Bundesliga. Karl Götz ist 45 Jahre bei den Schiedsrichtern. „Er ist eine Institution“, sagte Josef Rapp. Karl Götz war 33 Jahre Schiedsrichter-Einteiler und hat eine höhere fünfstellige Zahl an Spielen eingeteilt. Er hat bisher insgesamt fünf Verbandsehrungen und ist inzwischen Ehrenmitglied der SR-Gruppe Ehingen.

Vom SV Niederhofen kommt Gerhard Oppelz, der ebenfalls mit 18 Jahren die SR-Prüfung abgelegt hat. Er wurde für 40 Jahre Zugehörigkeit geehrt. Er sei ein konsequenter Spielleiter und war auch längere Zeit aktiver Fußballer beim SV Niederhofen und TSV Allmendingen.

Verhindert waren Matthias Keck (SV Herbertshofen; Silber) und Georg Tress (SF Kirchen; 35 Jahre aktive Tätigkeit).

Bei einer Schulung werden noch Andreas Ströbele (FC Schelklingen/Alb), Stefan Schmid (SV Oberdischingen) und David Rommel (FV Schelklingen-Hausen) für jeweils 250 geleitete Spiele geehrt.

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