Schüler lernen viel über die Sicherheit auf dem Fahrrad

Lesedauer: 4 Min
Trialfahrer Daniel Rall zeigt sein Können.
Trialfahrer Daniel Rall zeigt sein Können. (Foto: SZ- kö)

„Schütze dein Bestes“, nämlich den Kopf, ist der Name einer Gemeinschaftsaktion von Donau-Iller-Bank, Polizei, Stadt, Schulen und der Verkehrswacht, die es in Baden-Württemberg so nur drei Mal bislang gibt, um jugendliche Radfahrer zum Tragen eines Helmes zu bewegen.

„45 Radfahrer kamen bei einem Unfall 2017 in Baden-Württemberg ums Leben, davon trugen 32 keinen Helm“, erklärte der Erste Polizeihauptkommissar Jochen Rothenbacher. Sie sind aufgrund ihrer schweren Kopfverletzungen gestorben. „Ein Sturz auf den Kopf mit dem Fahrrad, Longboard, Waveboard oder Inlinern kann zu Verletzungen des Gehirns mit irreparablen Schäden führen“, erklärte Rothenbacher weiter. Ursache für diese Unfälle sind oft die Ablenkung durch Smartphones, das sei ein großes Problem im Straßenverkehr, sagte Rothenbacher weiter. Eltern sollten ein Vorbild für ihre Kinder sein in Sachen Helm, oft ist es aber umgekehrt, ihren Kindern setzen sie einen Helm auf, sie selbst fahren ohne. Rektor Max Weber und Rektorin Dagmar Fuhr haben mit ihrer Zusage zu der Aktion „Schütze dein Bestes“ keine Minute gezögert, und so nahmen knapp 400 Schüler der Längenfeldschule und der Michel-Buck-Schule ab der fünften Klasse teil. Bürgermeister Sebastian Wolf bekannte sich selbst als leidenschaftlicher Radfahrer. „Im Auto mit euren Eltern habt ihr eine Knautschzone um euch herum, beim Radfahren nicht. Auf der Skipiste trägt jeder einen Helm, das sollte beim Radfahren auch so sein. Ihr sollt das Vorbild auch für eure Eltern sein, was den Helm anbelangt“, sagte Wolf.

Thomas Freudenreich von der Donau-Iller-Bank hatte für die Schüler ein Gewinnspiel mit Wissensralley für Verkehrsfragen mitgebracht. Es gab von der Bank einen Turnbeutel, um den Helm zu verstauen. An verschiedenen Ständen informierten sich die Schüler über das richtige Tragen eines Helmes. Es gab einen Test zum motorischen Feintuning mit spiegelverkehrtem Malen. Dass die Stärke des Aufpralls das Verletzungsrisiko steigert, testeten die Radfahrer an einem anderen Stand. Bei Karl-Josef Enz von der Verkehrswacht machten sie einen Seh- und Reaktionstest. Fahrradhändler Ersing zeigte ihnen, wie ein sicheres Rad aussehen muss. Die in der Turnhalle aufgestellten Kästen und Schwebebalken wiesen auf den für die Schüler spektakulärsten Teil hin. Trialfahrer Daniel Rall, elfter in der Weltrangliste, Pokalsieger und Sieger bei „Wetten dass...“ zeigte auf seinem Rad spektakuläre Kunststücke wie Seilspringen mit dem Rad oder mit dem Rad von einem Kasten zum anderen zu springen. „Habt keine Angst vorm Radfahren, macht aber immer nur das, was ihr euch selbst zutraut“, sagte er den Schülern. (kö)

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen