Endgültig Abschied nehmen hieß es für die Steeples (hier von links in weißer Spielkleidung Gianni Otto, Dominique Uhl und Tanne
Endgültig Abschied nehmen hieß es für die Steeples (hier von links in weißer Spielkleidung Gianni Otto, Dominique Uhl und Tanner Leissner, nach dem Spiel am Dienstag in der JVG-Halle) von den Heidelberg Academics und von den Play-offs der ProA. (Foto: SZ- mas)

Das Team Ehingen Urspring ist aus den Play-offs der Zweiten Basketball-Bundesliga ProA ausgeschieden. Die Steeples zogen auch im dritten Spiel der Viertelfinalserie gegen die MLP Academics Heidelberg den Kürzeren. Mit 89:64 setzte sich der Hauptrundenzweite klar durch und zog ins Halbfinale ein, für Ehingen Urspring ist die Saison beendet.

Die Steeples traten wieder mit kleinem Aufgebot an, die Academics-Bank war deutlich besser besetzt – dabei war wieder Kapitän Philipp Heyden, auf den Heidelberg am Dienstag hatte verzichten müssen. Die ersten Punkte erzielten die Steeples durch Dan Monteroso und legten in der Folge bis zum 9:7 vor, ehe sich Heidelberg durch Shyron Ely, Dan Oppland und Niklas Würzner die Führung holte und auf 15:9 vorlegte. Die Partie gewann an Fahrt, aber die Wurfquoten blieben niedrig – die Steeples lagen bei etwas mehr als 30 Prozent. Rayshawn Simmons verwandelte dann den ersten Dreier für die Gäste zum 19:14. Näher heran kamen sie nicht, nach zehn Minuten stand es 23:16 für die Academics, die gezeigt hatten, warum sie die beste Defensive der Liga haben.

Dies galt auch für das zweite Viertel. Beim 29:18 war der Vorsprung der Gastgeber erstmals auf mehr als zehn Punkte angewachsen. Dominique Uhl und mit einem Dreier Seger Bonifant zum 29:23 gaben neue Hoffnung, doch sie verpuffte rasch. Eric Palm, der in Ehingen leer ausgegangen war, aber in heimischer Halle gegen die Steeples gern trifftt, versenkte seinen ersten Dreier-Versuch zum 34:23.

Fast vier Minuten ohne Punkte

Bonifant antwortete mit dem 34:25, doch danach trafen die Gäste bis zur Pause nicht mehr – fast vier Minuten lang. Auch Heidelberg hatte etliche Fehlversuche, aber sie holten sich die Rebounds – alle, egal unter welchem Korb. Die Gäste bekamen den Ball kaum mehr zu fassen. Niklas Ney, überragender Mann in Spiel zwei, diesmal im Schatten von Heyden und Oppland, erzielte seine ersten Punkte mit Ablauf der zweiten 20 Minuten. 39:25 stand es für die Gastgeber, die klar auf Halbfinalkurs waren, während die glücklosen und müde wirkenden Steeples mit hängenden Köpfen in die Kabine schlichen. Auch die Zahlen sprachen zur Halbzeit eine klare Sprache: 24:13 war das Reboundverhältnis zugunsten der Heidelberger, deren Trefferquote ebenfalls besser war: 44 zu 33 Prozent.

Viel wollte die Mannschaft von Trainer Domenik Reinboth in der zweiten Halbzeit besser machen – doch wenig gelang. Jaleen Smith eröffnete das dritte Viertel mit dem 41:25 und verwandelte, nach zwei Freiwurf-Treffern von Kevin Yebo, einen Dreier zum 44:27. Wenig später erhöhte Smith von der Freiwurflinie auf 46:27.

Die Gäste kämpften sich ein wenig heran, vor allem dank Daniel Monteroso, dem auffälligsten und treffsichersten Spieler seiner Mannschaft – am Ende war er Topscorer mit 22 Punkten und hatte acht von neun Würfen aus dem Feld verwandelt. Eine traumhafte Quote, an die seine Teamkollegen nicht annähernd herankamen. Tanner Leissner, am Dienstag mit 26 Punkten, kam diesmal auf elf, Kevin Yebo blieb am Ende einer für ihn großartigen Saison bei fünf Punkten. Seger Bonifant, der nicht fitte Hoffnungsträger, musste sich mit sieben Punkten begnügen.

Die Steeples waren letztlich chancenlos gegen einen Gegner, der frischer wirkte und deutlich mehr aufs Feld brachte. Heidelbergs bester Werfer Philipp Heyden und Shyron Ely bauten den Vorsprung auf mehr als 20 Punkte aus (59:38), Monteroso mit einem Dreier kurz vor Ende des dritten Viertels drückte den Rückstand wieder auf unter 20 (61:43).

Dominique Uhl setzte im Schlussviertel einen Dreier zum 61:46 ins Netz, doch die Academics ließen sich davon nicht beeindrucken. Marc Liyanage hielt mit einem Dreier zum 64:46 dagegen, kurz darauf traf Ely zum 66:46. Als Palm zwei Dreier traf, stand es vier Minuten vor Ende 77:52. Für den Gastgeber begann das Schaulaufen, zudem wechselte Academics-Trainer Branislav Ignjatovic in Jakob Schöpe und David Aichele zwei Nachwuchskräfte ein.

Auch Domenik Reinboth wusste, dass die Entscheidung gefallen war. Zu viele Fehler waren seinem Team unterlaufen, zu groß war der Rückstand, als dass die Niederlage abzwenden war. Er brachte NBBL-Spieler Kevin Strangmeyer, der schon in Halbzeit eins viel Einsatzzeit erhalten hatte und im letzten Saisonspiel auf mehr als 16 Minuten kam. Und auf fünf Punkte. Der letzte Treffer blieb aber dem Ex-Steeples-Profi Sebastian Schmitt vorbehalten, mit einem Dreier zum 89:64-Endstand. Heidelberg gewann die Viertelfinalserie glatt 3:0 und trifft in der nächsten Runde auf die Nürnberg Falcons, die sich gegen Trier ebenfalls klar durchsetzten. Für die Steeples endete die Saison.

Saisonausklang in der JVG-Halle

Damit gibt es am Sonntag kein weiteres Play-off-Spiel in Ehingen – dennoch können die Fans die Mannschaft, die ihnen in den vergangenen Monaten viel Freude bereitet hat, noch einmal sehen. Das Team Ehingen Uspring lädt zum geselligen Beisammensein am Sonntag, 14. April, ab 17 Uhr im Foyer der JVG-Halle ein. Dies teilte Teammanager Nico Drmota am Freitagabend mit. Auch die Spieler werden anwesend sein. Für die Fans besteht am Sonntag zudem die Möglichkeit, die Trikots der Spieler zu ersteigern, mit Unterschrift und Erinnerungsfoto.

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