Riaddeifl stellen dritten Narrenbaum auf

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SONY DSC (Foto: SZ- Kurt Efinger)
Kurt Efinger

Mit dem Aufstellen des dritten Narrenbaums hat in Kirchbierlingen die närrische Zeit begonnen. Am Freitagabend ist es den Riaddeifeln gelungen, trotz Wind und Schneefall ihre noch sehr junge Tradition definitiv zu festigen.

Unter großer Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung und etlicher Bewohner umliegender Ortschaften hat es sich die Narrenzunft nicht nehmen lassen, mit der Errichtung ihres Hoheitszeichens unweit des Rathauses gewissermaßen die Herrschaft im Dorf zu übernehmen, ohne dazu die Ortsvorsteherin eigens absetzen zu müssen. Auch die geistliche Oberhoheit in der narrigen Pfarrei untersteht damit ab jetzt bis Aschermittwoch dem Riaddeifl.

Viele Zuschauer

Eine große Schar von Zuschauern konnte Joachim Egle, seines Zeichens Meister der Narrenzunft, auf dem elektrisch beleuchteten Gemeindehausplatz der ehemals marchtalisch frommen Klosterfiliale begrüßen, nachdem die Musikkapelle in ihren roten Fasnachtsuniformen in geordneter Formation und mit klingendem Spiel von ihrem Vereinsheim auf der anderen Seite der Festhalle herbeigezogen war. Der besondere Gruß des Zunftmeisters Joachim Egle galt der Feuerwehr, der Blasmusik, den Schaiblishausener Schandgrabahupfern und den zur Errichtung des Baums bestimmten neun Riaddeifeln der besonders kräftigen Art.

Dem von Trommelwirbel und Narrengeschell begleiteten feierlichen Akt der Errichtung des Baums voraus ging dessen Dekoration mit den Emblemen der Jugendfeuerwehr, der narrigen Musik und der Riaddeifl-Zunft. Der Rückenwind aus West begünstigte nach Aussage von Joachim Egle die Aufstellung beträchtlich. Gastlich bewirtet wurde das leicht durchfrorene Publikum anschließend im „Rota Goggeler“, dem saisonalen gastronomischen Betrieb im Feuerwehrhaus.

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