Qualmende Reifen in Ehingen

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Mit qualmenden Reifen sind die Fahrer durchs Industriegebiet in Berg gedriftet.
Mit qualmenden Reifen sind die Fahrer durchs Industriegebiet in Berg gedriftet. (Foto: Sz- khb)
Karl-Heinz Burghart

Der ohrenbetäubende Lärm quietschender Autoreifen und der stechende Geruch von verbranntem Gummi hat am Wochenende wieder über dem Industriegebiet in Berg in der Luft gelegen. Bereits zum sechsten Mal hatte die „El Dorado Drift Company“ zum Drift-Rodeo eingeladen. Und viele Fans der PS-starker Boliden kamen.

Die Motorsportfans kamen, um zu erleben, wie die Piloten mit ihren Fahrzeugen, von denen keines weniger als 400 Pferdestärken unter der Haube hatte, durch den abgesteckten Parcours schleuderten. Mit Bianca Lankes-Mack und Denise Ritzmann waren auch in diesem Jahr zwei Frauen am Start, die ihren rund 20 männlichen Drift-Kollegen in nichts nachstanden.

Wer den Mut hatte, sich in einen der Boliden zu setzen, konnte eine Fahrt im Drift-Taxi buchen oder sich auf den „heißen Stuhl“ des „Pickup-Boliden“ wagen. „Das war der helle Wahnsinn“, sagte ein junger Mann, der nach ein paar rasanten Runden mit Schweißperlen auf der Stirn aus dem Drift-Taxi stieg.

Wie immer kamen auch Bikerfreunde beim Drift-Rodeo auf ihre Kosten. Die Fahrer des AMC Biberach schanzten in ihren Trial-Shows mit ihren Maschinen über Autos oder Palettenstapel, Motocrossfahrer Tom Ferber zeigte in seiner „Freestyle-Motocross“-Nummer gemeinsam mit seinem Kollegen Robert Naumann gewagte Sprünge über eine mehr als zehn Meter hohe Motorrad-Rampe. Go-Karts mit mehr als 100 PS unter der kleinen Haube drehten ihre Runden, die „Quad-Boys“ zeigten in einer „Freestyle-Show ihre Stunts auf vier Rädern“ und Gerd Habermann lieferte auch heuer seine Dragster-Show ab. Diesmal hatte der PS-Junkie sein „Jet-Funnycar Dragon Hunter“ mit nach Berg gebracht. Angetrieben wurde das Gefährt von einer 15 000 PS starken Turbine, gebremst wurde mit zwei Bremsfallschirmen und auf der rund 400 Meter lange Strecke hat der „Dragon Hunter“ rund 100 Liter Benzin verbraucht. Und weil die Drifter selbst im Mittelpunkt des PS-starken Wochenendes standen, drehten die Fahrer der „El Dorado Drift Company“ zwischen den einzelnen Showteilen immer wieder ihre Runden, bis die Reifen qualmten und oft nach ein paar Runden platzten.

Als besondere Herausforderung stellten sich die Drifter in diesem Jahr der Aufgabe „Parking by Drifting“. Dabei mussten die Fahrer ihren Boliden aus vollem Drift in eine ziemlich enge Parklücke schleudern.

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