Projekt „Schüler in die Heide“ beginnt

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Melanie Schober-Mühlberger (rechts) und Lydia Steffan (links), die stellvertretenden Geschäftsführerinnen des LEV, machen vor wi
Melanie Schober-Mühlberger (rechts) und Lydia Steffan (links), die stellvertretenden Geschäftsführerinnen des LEV, machen vor wie es geht: Mit den neuen Astscheren werden aufkommende Gehölze auf der Schafweide entfernt. (Foto: adk)
Schwäbische Zeitung

Der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Alb-Donau-Kreis hat erstmals Mittel für die Umweltbildung vom Land Baden-Württemberg bewilligt bekommen. Nach den Sommerferien geht das neue Umweltbildungsprojekt los. Das Motto für dieses Jahr lautet: „Schüler in die Heide“.

Das Pilotprojekt startet in der zweiten Septemberhälfte mit der Grundschule in Ehingen-Frankenhofen (Außenstelle der GS Erbstetten), der Grundschule Albeck (Langenau) und der Nachbarschaftsgrundschule Merklingen-Machtolsheim.

Der LEV hat drei erfahrene Umweltpädagogen beauftragt, die den Schülern die Heide als typischen Lebensraum für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten näher bringen. Welche Arten sind das? Mit welchen Strategien überleben sie auf diesem trockenen, mageren Standort? Warum heißt es eigentlich „Magerrasen“, wenn die Heiden zu den artenreichsten Lebensräumen in ganz Europa gezählt werden? Diese Fragen beantworten die Umweltpädagogen direkt in den nahe gelegenen Heiden in den Gemeinden oder Nachbargemeinden der Schulen. Danach dürfen die Schüler bei der Pflege der Heide selbst aktiv werden. Hierfür hat der LEV im Rahmen des Projekts kindgerechtes Werkzeug angeschafft. Ausgerüstet mit Handschuhen, Schutzbrillen und Astscheren werden die Schülerinnen und Schüler lernen, wie und warum die Heideflächen von Gehölzaufwuchs frei gehalten werden.

„Der Grundstein für Werte wird in der Kindheit gelegt. Das gilt auch für die Wertschätzung der Natur“, so Romy Werner, Geschäftsführerin des LEV. „Daher hat das Projekt zukunftsweisenden Charakter. Es wäre schön, wenn sich das eine oder andere Kind auch später als Erwachsener im Naturschutz engagieren würde.“ Nachdem die angefragten Schulen bereits ihre Teilnahme zugesagt haben und die Planungen im vollen Gange sind, dürfen sich die Schüler schon jetzt auf den Schulanfang freuen. Wenn auch weiterhin Mittel vom Land bereitgestellt werden, soll das Projekt nächstes Jahr weitergeführt und ausgebaut werden.

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