Programm der Kirchenmusiktage steht fest

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Die ökumenischen Kirchenmusiktage bieten in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles Programm für die Besucher.
Die ökumenischen Kirchenmusiktage bieten in diesem Jahr wieder ein anspruchsvolles Programm für die Besucher. (Foto: förderverein)
Schwäbische Zeitung

Die ökumenischen Kirchenmusiktage 2018 stehen vor der Tür. An den beiden Wochenenden in der Mitte des Novembers lädt der Förderkreis für Kirchenmusik wieder zum Besuch von vier Konzerten in den drei Ehinger Kirchen evangelische Stadtkirche, Stadtpfarrkirche St. Blasius und Konviktskirche ein.

Die drei Kirchenmusiker Wolfgang Gentner, Kirchenmusikdirektor Volker Linz und Kantor Christoph Mehner mit ihren Chören, das Streicherensemble des JV-Gymnasiums unter ihrer Leiterin Gabriele Lang und großartige, teilweise wohlbekannte und geschätzte Musiker von auswärts werden wieder für interessante, überraschende, emotionale und berührende Aufführungen sorgen. Die Werke sind bedeutende Beispiele der Kirchenmusik ihrer Zeit. So sind die Veranstalter sicher, dass die Besucher auch in diesem Jahr mit bleibenden Eindrücken von großer Musik beschenkt werden.

Die Werke berühren und erfreuen auch die Zuhörer

„Musik, die verbindet!“ Unter dieser Wunschaussage standen 2016 die vergangenen Kirchenmusiktage. 2018 veranstaltet der Förderkreis an zwei Wochenenden Mitte November die fünften ökumenischen Kirchenmusiktage. J.S. Bach hat seine Werke mit dem Motto „Soli deo gloria“ – „Allein Gott zu Ehren“ unterzeichnet. Und dieses Motto ist sicher auch oberster Beweggrund für die Kompositionen sakraler Musik. Die Werke sind Unterstützer der Religiosität, berühren und erfreuen aber auch die Zuhörer mit ihrem Wohlklang. Wie schon bei den Konzerten der vergangenen Jahre wird deshalb auch in diesem Jahr, unterstützt von den evangelischen und katholischen Kirchengemeinden in Ehingen sowie der Stadt Ehingen und großzügigen Sponsoren „Musik zur Ehre Gottes und den Menschen zur Erbauung und Freude“ erklingen.

Vom frühen Barock mit den „Musikalischen Exequien“ von Heinrich Schütz bis in unsere Zeit mit Jazz in Verbindung mit J.S. Bach reicht das Spektrum der Werke, die den Zuhörern geboten werden. An den beiden Wochenenden wird das Programm wieder einmal belegen, dass in Ehingen innerhalb einer breiten Musikszene eine außergewöhnlich qualitätsvolle Kirchenmusik zu Hause ist. Folgende Musikdarbietungen werden zu hören sein:

Samstag, 10. November, 18 Uhr: Die ökumenischen Kirchenmusiktage beginnen mit einem ökumenischen Eröffnungsgottesdienst in der evangelischen Stadtkirche mit Pfarrerin Richter und Diakon Gaschler.

Er wird durch Musik der Romantik der Komponisten Alexandre Guilmant, Gabriel Josef Rheinberger, Gabriel Fauré und des Leipziger Thomaskantors von 1842 Moritz Hauptmann bereichert, aufgeführt von der Ehinger Kantorei unter ihrem Leiter Christoph Mehner. Anschließend sind die Besucher zu einer Bewirtung im Jugendheim der evangelischen Gemeinde eingeladen, um dann nach einem Spaziergang in die katholische Stadtpfarrkirche St.Blasius um 20 Uhr den zweiten musikalischen Teil des Abends zu erleben.

Unter dem Titel „all’Opera!“ erklingt ein „Orgelkonzert für vier Hände und vier Füße“ mit Operntranskriptionen von Werken der Komponisten G. Rossini, V. Bellini, G. Verdi und P. Tschaikowsky. An Manualen und Pedalen der Späth-Orgel in St. Blasius spielt das italienische Gastorganistenpaar Giuliana Maccaroni und Martino Pòrcile aus Pesaro, der Geburtsstadt Gioachino Rossinis.

Sonntag, 11. November, 17 Uhr: In der evangelischen Stadtkirche bietet das mitteldeutsche Kammerorchester unter der Leitung von Christoph Mehner drei Highlights der Musikliteratur: J.S. Bachs „Violinkonzert E-Dur BWV 1042“, W.A. Mozarts „Salzburger Symphonie KV 136“ und Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“. Den Solopart in den drei Werken spielt der in Ehingen wohlbekannte und geschätzte Violinist Professor Andreas Hartmann, erster Konzertmeister des MDR-Sinfonieorchesters.

Samstag, 17. November, 20 Uhr: „Bach und mehr – Ein Crossover von, mit und über Bach“ steht in der Pfarrkirche St. Blasius auf dem Programm. Vom Jazztrio Olaf Kordes, den Solisten Katarzyna Jagiello (Sopran), Agnes Schmauder (Alt), Christian Wilms (Tenor), Don Lee (Bass), dem Chor der Stadtpfarrkirche St. Blasius, dem Barockorchester „Collegium Musicum Stuttgart“ und Volker Linz als Solist und Gesamtleiter wird den Zuhörern auch auf überraschende Weise das Schaffen des großen Johann Sebastian Bach in unterschiedlichem Klang und auf verschiedene Art vorgestellt.

Sonntag, 18. November, 19 Uhr: Während der Abendmesse in der Konviktskirche kommen am Volkstrauertag, dem Tag des Gedenkens an alle Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft, die „Musikalischen Exequien 1“ von Heinrich Schütz zur Aufführung. Die Trauermusik wurde 1636 während der schlimmen Zeit des Dreißigjährigen Kriegs und Pestepidemien geschrieben. Musik und Text spiegeln das Elend der Menschen, aber auch ihre Hoffnung auf ein Erlöstsein von diesem Leid wider.

Es musizieren das Streicherensemble des Johann-Vanotti-Gymnasiums Ehingen (Leitung Gabriele Lang) und der Chor von St. Michael unter der Gesamtleitung von Wolfgang Gentner. Gesangssolisten sind Sarah Pflug und Jutta Seidel (Sopran), Jennifer Bachmann (Alt), Jürgen Joos (Tenor), Alexander Lock und Michael Locher (Bass).

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