Priester John Kennedy Mensah spielt in Rißtissen den Weihnachtsmann

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Der Weihnachtsmann nimmt Familie aus der DDR auf.
Der Weihnachtsmann nimmt Familie aus der DDR auf. (Foto: SZ- kurt efinger)
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Eine Herbergssuche der neuzeitlichen Art hat der katholische Frauenbund am Montag bei der Waldweihnacht an der Josefskapelle inszeniert. „Wo findet eine Familie Unterkunft, die an Heiligabend mit ihrem kleinen Auto in Westdeutschland ankommt?“ war die zu beantwortende Frage.

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Mit einem Weihnachtsbaum auf dem Dach ihres Trabant P 601 klingelt die Familie an Heiligabend vergebens an der Tür ihrer Verwandten. Die seien in Urlaub, erfahren sie von der Nachbarin. Ein Polizist verweist sie auf das Notaufnahmelager in Gießen, eine katholische Pfarrhaushälterin auf das neue Jahr. Da kommt der Weihnachtsmann auf dem Markt gerade recht. Diesen spielte Priester John Kennedy Mensah. „Ich bin John, der Weihnachtsmann“, stellte er sich vor und sagte, mit der Verkleidung verdiene er sich etwas dazu. Vor einigen Jahren sei er als Flüchtling mit demselben Problem angekommen, nannte er als Grund, die Leute zu sich einzuladen. Da hatten die rund hundert Zuschauer begriffen, was Weihnacht heute sein kann.

Ein Blechbläser-Sextett umrahmte die Feier mit gängigen Weihnachtsliedern. Mit dem Priester hatten Angelika Gerstner, Gabi Mast und Daniela Dreher die ansprechende Feier vorbereitet und die Geburt Jesu nach Matthäus in die Mitte der Betrachtung gestellt.

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