Polizei-Dach kracht auf Autos, Liebherr fährt Krane ein: So wütet Orkan „Sabine“ in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis

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Digital-Redakteur Alb-Donau-Kreis/Ulm
Reporter "Seite Drei"

Orkan „Sabine“ hat in der Nacht zum Montag die Region um Ulm und den Alb-Donau-Kreis erreicht. Nach Angaben der Ulmer Polizei gingen zum Mittag bereits etwa 130 Meldungen aus deren Zuständigkeitsbereich ein. Am Abend spricht die Feuerwehr von insgesamt knapp 250 Einsätzen. Der regionale Bahnverkehr war bis zum frühen Nachmittag größtenteils eingestellt. 

Was bislang zu Ereignissen aufgrund des Sturms in der Region Ulm und dem Alb-Donau-Kreis bekannt ist: 

  • Laut Ulmer Polizei bislang keine Verletzten
  • Schäden überschaubar
  • Vereinzelt Haushalte ohne Strom
  • Zahlreiche umgestürzte Bäume blockieren Straßen
  • Züge fuhren erst am Nachmittag wieder

18.30 Uhr: Knapp 250 Einsätze für die Feuerwehren 

Zu knapp 250 Einsätzen mussten die Feuerwehren in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis am Montag ausrücken. So eine vorläufige Bilanz der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Ulm, zuständig für die Stadt Ulm sowie den Alb-Donau-Kreis. Im Stadtgebiet Ulm waren es demnach 48 sturmbedingte Einsätze, im Kreis um die 200. Besonderer Einsatz für die Ulmer Feuerwehr war unter anderem der Dachsturz bei der Polizei in den Lindenstraße. Insgesamt waren von 8 Uhr am Morgen bis am Abend gegen 17 Uhr rund 100 Kräfte in Ulm im Einsatz. 

Der Wetterdienst hat die Unwetterwarnung aufgehoben. Für Dienstag rechnen die Einsatzkräfte der Feuerwehr zwar noch mit Wind, aber nicht mehr mit so starken Böen wie an diesem Montag. „Wir gehen davon aus, dass es ruhiger wird“, sagt Reiner Buschow von der Feuerwehr Ulm

17.44 Uhr: Kriminalpolizei wird Opfer des Sturms 

Am Dienstgebäude der Kriminalpolizei in der Lindenstraße in Ulm wurden knapp 300 Quadratmeter der Dachisolierung weggerissen und landeten vier Stockwerke tiefer unter anderem auf geparkten Autos. Zahlreiche Styroporplatten wurden vom Wind über den gegenüberliegenden Wohnblock hinweggeblasen und landeten in der Parallelstraße zwischen Autos und bedeckten die Innenhöfe der Häuser. Die Dachpappe begrub zwei Fahrzeuge unter sich.

(UL) Ulm - Dach durch Orkan beschädigt
Heruntergewehtes Dach der Kriminalpolizei Ulm landet auf Autos. (Foto: Thomas Heckmann)

Die Feuerwehr stieg auf das Dach, um lose Teile zu sichern und weiteres Abreißen von Dachteilen zu verhindern. Diese Arbeiten wurden dann von ehrenamtlichen Helfern des THW Ulm fortgesetzt. Auf der Lindenstraße kümmerten sich Mitarbeiter des Alten Röhrenwerkes darum, dass die Reste der Isolierung mit Abfallcontainern entsorgt werden. Die Lindenstraße blieb gesperrt. Der Sachschaden ist noch nicht absehbar.

17.38 Uhr: Auto samt Anhänger von B10 geblasen

Auf der B10 zwischen der Tomerdinger Kreuzung und Dornstadt wurde ein Pkw-Anhänger vom Orkan gepackt. Der ziehende BMW geriet ins Schleudern und fuhr eine Böschung hinunter. Der unkontrollierbare Anhänger blieb auf der Seite liegend teilweise auf der Fahrbahn. Es kam zu leichten Behinderungen bis zur Bergung, hier entstand ein Schaden von mehreren Tausend Euro.

(UL) B10 Dornstadt -  Pkw-Anhänger umgeblasen
Umgeblasener Pkw-Anhänger auf der B10 bei Dornstadt. (Foto: Thomas Heckmann)

15.31 Uhr: Wie im Liebherr-Werk Ehingen mit dem Sturm umgegangen wird

Beim Liebherr-Werk Ehingen wurde die Windentwicklung im Vorfeld genau beobachtet. „Wir haben Leute speziell dafür beauftragt“, sagt Wolfgang Beringer, Marketing and Communication. Damit die riesigen Krane auf dem Firmengelände auch bei schwerem Sturm gesichert sind, wird beim Teleskop-Kran der Ausleger reingefahren, beim Raupenkran wird der Ausleger abgelegt, erklärt Beringer.

15.25 Uhr: Auch am Ulmer Hauptbahnhof tut sich wieder was

Am Ulmer Hauptbahnhof beruhigt sich die Lage am frühen Nachmittag wieder. Einzelne Züge fallen noch aus, andere kommen deutlich zu spät. Beispielsweise kam ein ICE nach Berlin, der um 13:49 Uhr hätte fahren sollen, um 90 Minuten verspätet. Aber auch in dieser Situation zeigen die Reisenden weitgehend Verständnis.

Am Ulmer Hauptbahnhof fahren wieder erste Züge.
Am Ulmer Hauptbahnhof fahren wieder erste Züge. (Foto: Möllers)

15.02 Uhr: Erste Züge fahren wieder in Baden-Württemberg

Der Fernverkehr ist deutschlandweit wieder angelaufen. Einige ICE-Züge verkehren auf den Strecken Mannheim – Stuttgart – Ulm und Mannheim – Basel wieder. Der Zugverkehr sei aber weiterhin noch sehr stark eingeschränkt, so die Bahn am Nachmittag.

Erste Züge im Nahverkehr seien demnach auch wieder unterwegs. Nach und nach kämen weitere Strecken hinzu. Je nach Witterungsbedingungen verändere sich die aktuelle Lage nach wie vor stetig, so dass keine verlässlichen Aussagen zum Fahrplan getroffen werden können. Mit Ausfällen und Behinderungen ist bis auf Weiteres zu rechnen, so die Bahn.

Folgende Strecken im Nahverkehr sind aktuell nicht befahrbar:

  • Die Schwarzwaldbahn zwischen Homberg und St. Georgen.
  • Die Höllentalbahn zwischen Donaueschingen und Neustadt/Schwarzwald und weiter in Richtung Himmelreich.
  • Die Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell.
  • Die Südbahn ist bei Ravensburg unterbrochen.
  • Die Gäubahn ist zwischen Tuttlingen und Singen unterbrochen.

15.00 Uhr: Schulen im Landkreis Neu-Ulm am Dienstag wieder normal geöffnet

Wie das Landratsamt Neu-Ulm am Mittag mitteilt, haben die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis am Dienstag, 11. Februar, wieder wie gewohnt geöffnet. Wegen des Sturms wurde bereits am Sonntagmittag darüber informiert, dass am Montag im kompletten Landkreis die Schule ausfällt. 

13.54 Uhr: Sturm „Sabine“ und die Folgen

13.41 Uhr: NetzeBW: Stromausfälle zu 95 Prozent behoben

Beginnend in der Nacht bis aktuell gab es nach Angaben des Stromnetzbetreibers NetzeBW rund 40 großflächige Mittelspannungs-Störungen mit teilweise längeren Versorgungsunterbrechungen. Schwerpunkte waren hierbei unter anderem die Regionen Illerkirchberg, Munderkingen, Untermarchtal, Hayingen und Ehingen (Donau).

Bis zum Mittag waren laut NetzeBW 95 Prozent erfolgreich wiederversorgt. Restliche Entstörmaßnahmen sollen mit Hilfe von THW und Feuerwehr erfolgen und sollten in den Nachmittagsstunden ebenfalls behoben sein. Ursache seien demnach Bäume und Fremdkörper in den Freileitungen sowie gebrochene Masten.

13.24 Uhr: Bäckereien verkaufen weniger als sonst

Désirée Maier von der Bäckerei Hamma im Ulmer Hauptbahnhof: „Heute verkaufen wir fast nichts. Es sind ja fast keine Reisenden da. Normalerweise hätten wir schon wieder aufgefüllt. Jetzt müssen wir die Ware heute Abend wieder mitnehmen.“

Désirée Maier von der Bäckerei Hamma im Ulmer Hauptbahnhof.
Désirée Maier von der Bäckerei Hamma im Ulmer Hauptbahnhof. (Foto: Möllers)

13.07 Uhr: Ulmer Polizei: 35 Meldungen zu Vorkommnissen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis

Im Stadtkreis Ulm und Alb-Donau-Kreis verzeichnete die Polizei etwa 35 Meldungen über Ereignisse im Zusammenhang mit dem Unwetter, teilt die Polizei am Mittag mit. Vorrangig handelte es sich auch hier um umgestürzte Bäume die vereinzelt Straßen blockierten. Zu Verletzten kam es demnach bislang nicht.

Gegen 10.30 Uhr deckte der Sturm Dachteile eines Gebäudes in der Lindenstraße in Ulm ab. Dachpappe und Isolierung fielen herunter und beschädigten mehrere Fahrzeuge. Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW sicherten das Dach. Die Lindenstraße musste für den Verkehr gesperrt werden. Eine Schadenshöhe ist noch nicht bekannt.

13.00 Uhr: Aufstieg zum Ulmer Münster gesperrt

Der Aufstieg zum Turm des Ulmer Münsters ist wegen des Sturms am Montag gesperrt. „Schäden sind nicht vorgefallen. Das ist wie bei der Bahn auch: rein prophylaktisch“, so Dekan Ernst-Wilhelm Gohl im Gespräch mit Schwäbische.de. „Das macht bei dem Wind auch keinen Spaß, wenn man da oben im Turm steht.“ Ob der Aufstieg am Dienstag wieder geöffnet wird, ist unklar. Das werde je nach Witterung entschieden. 

12.45 Uhr: Zeitraffer von Regenbogen über Ulm

Nicht nur Regen und Wind bringt das Sturmtief „Sabine“ in die Region. Auch die Sonne zeigt sich manchmal am Himmel. Die Folgen davon zeigt dieses Zeitraffer-Video, das uns Leser Andreas Kaupp aus Ulm zukommen lassen hat. 

Die schöne Seite von Orkan „Sabine“: Zeitraffer zeigt Regenbogen über Ulm
Zahlreiche Einsätze sind die Folge des Sturmtiefs am Montagmorgen in Ulm und der Region. Doch es gibt auch eine schöne Seite des Orkans, wie dieses Zeitraffer-Video eines Lesers zeigt.

12.15 Uhr: Noch immer kein Regionalverkehr bei der Bahn

Aufgrund des Sturmtiefs Sabine verkehren bis auf Weiteres keine Züge in Baden-Württemberg. Mit aktuellem Stand starten Regionalzüge in Baden-Württemberg und die S-Bahn Stuttgart ihre Fahrten frühestens am Mittag wieder sukzessive, so die Bahn. Je nach Entwicklung der Wetterlage. Mit Ausfällen und Behinderungen ist den ganzen Tag zu rechnen. Bevor Züge wieder fahren, werden auf jeder Strecke Erkundungsfahrten durchgeführt. 

11.57 Uhr: So ist die Lage an den Ehinger Schulen

„Es sind viele zu Hause geblieben“, erklärt Udo Simmendinger, kommissarische Schulleiter der Ehinger Längenfeldschule, am Vormittag. Das Telefon läute ohne Unterbrechung. „In manchen Klassen sind alle da, in anderen nur drei“, beschrieb er die Situation. Manche Klassen würden deshalb zusammengelegt „und wir machen ein Notprogramm“. In der großen Pause seien die Kinder im Gebäude geblieben – allerdings nicht wegen des Sturms, sondern wegen des starken Regens.

Ähnlich lief es in der Ehinger Realschule. Bis 10 Uhr waren dort bereits 180 der 700 Schüler entschuldigt. „In manchen Klassen sind nur 5 oder Schüler da, die legen wir zusammen“, erklärt Schulleiter Alexander Bochtler.

11.35 Uhr: Baugerüst droht einzustürzen - Feuerwehr sperrt Zufahrt

Ein Baugerüst in der Nähe des Willy-Brandt-Platzes am Schwamberger Hof in Ulm droht einzustürzen.
Ein Baugerüst in der Nähe des Willy-Brandt-Platzes am Schwamberger Hof in Ulm droht einzustürzen. (Foto: Kroha)

Ein Gerüst in der Nähe des Willy-Brandt-Platzes in Ulm droht einzustürzen. Die Feuerwehr hat aus Sicherheitsgründen daher den Bereich um das Gebäude am sogenannten Schwamberger Hof abgesperrt. Die Isolierung hat sich am Neubau bereits gelöst und fliegt herum. Durch die Sperrung kommt es auch zu Behinderungen im Busverkehr. 

11.00 Uhr: Lkw-Anhänger kippt auf A7 um

Der Anhänger eines Lkw auf der A7 bei Langenau ist umgekippt. Der rechte Fahrstreifen ist dadurch blockiert. Es kommt kurz vor dem Autobahnkreuz Ulm/Elchingen zu Behinderungen. 

Auf der A7 beim Kreuz Ulm/Elchingen ist der Anhänger eines Lkw umgekippt.
Auf der A7 beim Kreuz Ulm/Elchingen ist der Anhänger eines Lkw umgekippt. (Foto: Heckmann)

10.41 Uhr: Bahn-Reisende zeigen Verständnis für Zugausfälle

Derzeit leert sich der Ulmer Hauptbahnhof, viel weniger Passagiere als an normalen Werktagen halten sich in der Halle auf. „Die Reisenden sind offensichtlich ganz gut informiert, dass heute kein Zug fährt und kommen deswegen auch gar nicht erst zum Bahnhof“, bestätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn. Ob um 13 oder 14 Uhr die ersten Züge wieder fahren, ist derzeit ungewiss. Die meisten Reisenden zeigen Verständnis dafür, dass Züge ausfallen.

Offensichtlich funktioniert auch die Information über die App der Bahn recht gut.

Bahn-Reisende im Ulmer Hauptbahnhof zeigen Verständnis für die vielen Zugausfälle und fühlen gut informiert.
Bahn-Reisende im Ulmer Hauptbahnhof zeigen Verständnis für die vielen Zugausfälle und fühlen gut informiert. (Foto: Möllers)

Bereits am Sonntagabend waren Reisende in Ulm gestrandet. „Ich habe dann einen Hotel Gutschein bekommen und was im IC-Hotel hier am Bahnhof übernachtet, sagt Stefan Kannewisch, der am Sonntagabend eigentlich von München nach Mössingen bei Tübingen hätte reisen wollen.

10.30 Uhr: Auch Landkreis Neu-Ulm kommt glimpflich davon

Im Landkreis Neu-Ulm hat es im Laufe des Montagvormittags bislang 70 Einsätze gegeben, vorwiegend kleinere, so das Landratsamt Neu-Ulm auf Facebook. „Erfreulich ist, dass der Landkreis anscheinend bis jetzt glimpflich davon gekommen ist“, heißt es dort. Auch hier mussten Straßen wegen umgefallener Bäume gesperrt werden. Auch Strommasten wurden teilweilse beschädigt. In Straß und Senden gab einen Stromausfall.

10.16 Uhr: Züge am Ulmer Hauptbahnhof fallen weiter aus - Lage ist ruhig

Endstation Ulm heißt es noch immer am Ulmer Hauptbahnhof. Züge auf allen Strecken fallen noch immer aus. Die Lage in der Empfangshalle ist jedoch ruhig. Pendler informieren sich am Info-Schalter, wie es für sie weitergeht.

Trotz gestrichener Züge ist die Lage am Ulmer Hauptbahnhof ruhig.
Trotz gestrichener Züge ist die Lage am Ulmer Hauptbahnhof ruhig. (Foto: Möllers)

9.59 Uhr: Ulmer Polizei zieht erstes Fazit: „War nicht so schlimm wie erwartet“

Stand 9 Uhr am Montagmorgen hat es im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Ulm um die 90 Einsätze wegen des Sturms gegeben. Die Region Ulm sowie der Alb-Donau-Kreis seien nach Einschätzung einer Sprecherin weniger schlimm betroffen gewesen als beispielsweise der Landkreis Biberach.

Verletzt wurde nach bisherigem Kenntnisstand der Polizei im Bereich Ulm/Alb-Donau-Kreis niemand. „Es sind zwar viele Einsätze, aber die Auswirkungen halten sich in Grenzen“, so eine Sprecherin kurz vor 10 Uhr im Gespräch mit Schwäbische.de. 

9.40 Uhr: Bäume fallen im Raum Munderkingen auf die Straße

Weil bei Munderkingen ein Baum die Straße gefallen ist, war die Zufahrt zur B311 voll gesperrt. Gegen 11 Uhr war die Straße wieder frei, der Baum beseitigt.

In Munderkingen ist wegen des Sturms ein Baum auf die Straße gefallen.
In Munderkingen ist wegen des Sturms ein Baum auf die Straße gefallen. (Foto: Ehrenfeld)

Ebenfalls in Munderkingen ist im Bereich Brunnenberg ein weiterer Baum auf ein Auto gestürzt. Die Feuerwehr ist im Einsatz. 

Im Bereich Brunnenberg in Munderkingen ist ein Baum auf ein Auto gestürzt.
Im Bereich Brunnenberg in Munderkingen ist ein Baum auf ein Auto gestürzt. (Foto: Ehrenfeld)

Munderkingens Bürgermeister Michael Lohner hat sich auch ein Bild der Lage vor Ort gemacht. Zusammen mit Feuerwehr und Bauhof seien demnach bereits am Sonntagabend Vorkehrungen betroffen worden. Sorgen hätten ihnen die Altstadt gemacht. Erstes Fazit am Montagvormittag: „Bislang alles ok.“

8.59 Uhr: NetzeBW: Schäden im Alb-Donau-Kreis bislang überschaubar

Nach Angaben des Stromnetzanbieters NetzeBW sind die Schäden im Alb-Donau-Kreis „bisher sehr überschaubar“. Bekannt sind zwei Störungen um 5.21 und 5.45 Uhr rund um Schnürpflingen. Hier sei aktuell aber nur noch Altheim ob Weihung aktuell unversorgt. Eine weitere Störung liegt NetzeBW im Bereich Gomadingen (Landkreis Reutlingen) bis Engstingen vor. Hier sei die Gemeinde Gomadingen noch nicht wieder am Netz. 

8.45 Uhr: Stromausfall in Staig wohl behoben

Wie uns Leser mitteilen, ist der Strom in der Gemeinde Staig im südlichen Alb-Donau-Kreis wieder da. Dort war am Morgen der Strom ausgefallen. Angaben zur Ursache konnte der Netzbetreiber NetzeBW auf Anfrage von Schwäbische.de noch nicht machen. 

8.33 Uhr: Straße zwischen Dietenheim und Hörenhausen wieder frei

8.25 Uhr: Pressestelle der Polizei Ulm noch nicht besetzt - wegen Unwetter

Bei einem erneuten Anruf bei der Ulmer Polizei, um uns über die aktuelle Lage zum Unwetter in der Region Ulm und dem Alb-Donau-Kreis zu informieren, ist vorerst gescheitert. „Die Kollegen der Pressestelle stecken wegen des Sturms selbst noch im Stau“, so eine Sprecherin im Gespräch mit Schwäbische.de. 

8.10 Uhr: Baum kracht in Stromleitung - eine verletzte Person im Landkreis Günzburg

Im Bereich der Polizeiinspektion Neu-Ulm sind laut den Behörden aktuell elf Einsätze wegen des Sturms bekannt. Auch hier vorwiegend Vorfälle mit Bäumen, die auf die Straße gefallen, aber durch die örtliche Feuerwehr wieder entfernt werden konnten. Im Bereich der Polizeiinspektion Illertissen gab es zwei Einsätze. 

Größe Straßen wie die Autobahnen A7 oder A8 sowie die Bundesstraßen B10 und B28 seien nicht beeinträchtigt, so der Polizeisprecher. 

In Oberelchingen ist um kurz nach 8 Uhr ein Baum in die Stromleitung gestürzt. Es sei laut Sprecher zu einem Funkenschlag gekommen. Gefahr für Menschen oder umliegende Häuser bestehe nicht, da sich der Strommast auf einem Acker befinde. Die Beamten seien noch auf der Anfahrt zum Einsatzort. 

Im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West mit Sitz in Kempten hat es aufgrund des Sturms bislang eine verletzte Person gegeben. In Aletshausen (Landkreis Günzburg) krachte ein Baum auf einen Pkw. Der Fahrer darin wurde leicht verletzt. 

8.02 Uhr: SWU vermelden: Aktuell fahren alle Linien nach Plan

Laut den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) fahren alle Linien in Ulm und Neu-Ulm aktuell nach Plan, wenngleich vereinzelte Linien wegen des Sturms langsamer verkehren. Den Höhepunkt des Orkans erwarten die SWU zwischen 7 und 10 Uhr.

7.52 Uhr: Feuerwehr Dietenheim warnt vor Lebensgefahr

Sämtliche Straßen im Waldgebiet sind nach Angaben der Feuerwehr Dietenheim im Moment rund um Balzheim, Dietenheim, Wain, Höhrenhausen wegen umgestürzter Bäume gesperrt.

7.40 Uhr: Bundespolizei keine Einsätze wegen Orkan „Sabine“ bekannt

Wie Sprecher der Bundespolizei auf Nachfrage mitteilt, sind aktuell keine Einsätze der Bundespolizei im Raum Ulm und dem Alb-Donau-Kreis aufgrund des Sturms bekannt. Der Bahnbetrieb am Montag jedoch auch erst gegen 10 Uhr aufgenommen.

7.37 Uhr: Mehrere Kindertageseinrichtung im Landkreis Neu-Ulm geschlossen

Nicht nur die Schulen, auch mehrere Kindertageseinrichtungen sind wegen des Sturms am Montag im Landkreis Neu-Ulm geschlossen. Welche betroffen sind, hat das Landratsamt hier aufgelistet: bitte klicken.

7.31 Uhr: Bahnbetrieb erst ab 10 Uhr

Wegen des Unwetters will die Bahn den Betrieb bundesweit am Montag erst gegen 10 Uhr wieder aufnehmen. Anfangs war noch von 8 Uhr die Rede. Der Bahnverkehr war bereits am Sonntagabend beeinträchtigt und teilweise eingestellt worden. 

7.20 Uhr: Einsatzschwerpunkt der Rettungskräfte im südöstlichen Alb-Donau-Kreis

Bei der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Ulm, die die Einsätze im Stadtgebiet Ulm sowie im Alb-Donau-Kreis koordiniert, sind aktuell zwischen 15 und 20 Einsätze gemeldet. Haupteinsatzgrund: Baum auf Straße, so ein Sprecher gegenüber Schwäbische.de. Hinweise auf Verletzte liegen aktuell nicht vor. Mehrere Kreis- und Ortsverbindungstraßen seien gesperrt. Welche genau, könne er aber nicht sagen. 

7.06 Uhr: Stromausfall in Staig 

Dem Stromnetzbetreiber NetzeBW liegen aktuell über 100 Meldungen in ganz Baden-Württenberg zu Störungen vor. Der Großteil, so eine Sprecherin, aufgrund des Sturms. In Staig im Alb-Donau-Kreis ist am Morgen der Strom ausgefallen. 

6.55 Uhr: Größere Straßen in der Region sind frei

Nach Angaben der Ulmer Polizei gibt es aktuell keine Einsätze auf den Bundesstraßen B10, B28, B311 oder B30. 

6.36 Uhr: Bäume stürzen auf Reisebus

Zwischen Wain und Dietenheim sind zwei Bäume umgestürzt und haben einen Reisebus sowie mehrere Pkw eingeschlossen. Verletzt wurde dabei niemand. Die Fahrzeuge waren nicht besetzt. 

4.30 Uhr: Betrunkener Radfahrer stürzt auf Münsterplatz

Der vermeintlich erste Einsatz für die Rettungskräfte: Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm mitteilt, stürzte ein betrunkener Radfahrer auf dem Ulmer Münsterplatz. Dieser kam mit dem Gesicht auf dem Boden auf und verletzte sich dabei schwer. Inwiefern der starke Wind oder auch sein Alkoholkonsum ursächlich für den Sturz waren, ist fraglich. 

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