Ohne Gurt und Handy am Steuer – Polizei geht gegen Verkehrssünder vor

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 Die Polizei kontrollierte Autofahrer.
Die Polizei kontrollierte Autofahrer. (Foto: archiv)
Schwäbische Zeitung

22 Fahrer musste die Polizei bei Kontrollen am Mittwoch in Ehingen und Blaubeuren beanstanden. Mehrere Streifen der Polizei nahmen verstärkt Gurtmuffel und Handysünder unter die Lupe. Am Nachmittag stellten die Beamten 15 Fahrer mit Handy am Steuer fest.

Sieben weitere waren nicht angeschnallt. Letztere kommen in der Regel mit einem Verwarnungsgeld davon. Bei einem Handyverstoß hingegen ist ein Regelbußgeld von 100 Euro fällig. Außerdem gibt es einen Punkt im Zentralregister.

Im Jahr 2018 registrierte die Polizei im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 5535 Handy-Verstöße. Das waren 816 (plus 22 Prozent) mehr als im Vorjahr. Nach wie vor werde die Ablenkung vom Verkehrsgeschehen durch die Benutzung von Handys stark unterschätzt.

Zwölf tödliche Unfälle

Bei zwölf tödlichen Unfällen ließ sich im vergangenen Jahr die Ursache nicht ermitteln. Das deute auf Ablenkung als Ursache hin. Die Polizei appelliert deshalb dringend an die Fahrer, das Telefon liegen zu lassen, auch wenn es bei der Fahrt klingelt. Bereits bei Tempo 50 bedeutet eine Sekunde Ablenkung 14 Meter Blindfahrt. 

Erschreckend hoch sei auch die Zahl der festgestellten Gurtverstöße. So seien im vergangenen Jahr im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm 8454 Verstöße geahndet worden. Hinweis der Polizei: Gurte retten Leben. In den vergangenen Jahren hatte etwa jeder vierte tödlich verunglückte Verkehrsteilnehmer den Sicherheitsgurt nicht angelegt.

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