OB Baumann begrüßt den Spiegeler-Preisträger

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Der Künstler lässt sich von den Natur-Eindrücken, die er in der Ehinger Region bekommt, inspirieren.
Der Künstler lässt sich von den Natur-Eindrücken, die er in der Ehinger Region bekommt, inspirieren. (Foto: SZ- Körner)
Barbara Körner

In unregelmäßigen Abständen wird der von der Stadt Ehingen und der Galerie Schrade in Mochental ins Leben gerufene Franz-Joseph-Spiegeler-Preis an besondere Künstler verliehen. Dieser Preis beinhaltet auch ein Arbeitsstipendium auf Schloss Mochental mit anschließender Ausstellung.

Gemeinsam haben Galerist Ewald Schrade und Oberbürgermeister Alexander Baumann entschieden, den Preis dem Stuttgarter Künstler mit chinesischen Wurzeln Xianwei Zhu zu verleihen. Er arbeitet bereits seit mehr als drei Wochen in Mochental, Oberbürgermeister Baumann hat ihn am Freitag dort begrüßt und sich einige seiner Werke angesehen.

„Ich bin ein moderner Romantiker“, sagt Xianwei Zhu von sich. „Es gefällt mir besonders, hier wie in der Natur arbeiten zu können und doch die Atmosphäre des Schlosses dabei zu haben“, so der Künstler. Seine Werke erinnern in der Stimmung tatsächlich an Caspar David Friedrich, wenn auch immer wieder Anzeichen chinesischer Kalligraphie erkennbar sind. Xianwei Zhu hat sich in der Gegend umgesehen und sie mit Tusche oder Acrylfarben festgehalten. Fasziniert hat ihn in Ehingen der Blaue Steinbruch, den Blick durch Kiefernzweige hindurch findet man immer wieder auf seinen Werken. Ansichten von der Eisenbahnbrücke bei Rechtenstein, aus dem Lautertal, von der oberen Donau wird der Besucher bei der Ausstellung ab 14. Oktober in Mochental im Hubertussaal entdecken können. Auf anderen Bildern vermischen sich die Elemente aus den Gegenden.

Bei der Vernissage wird Xianwei Zhu auch von Baumann der Preis überreicht. Benannt wurde der Preis nach dem Barockmaler Franz-Joseph-Spiegeler, der in 49 Tagen die Kuppel des Münsters in Zwiefalten ausgemalt hat, aber auch in vielen anderen Kirchen der Region wirkte.

Bei der Begrüßung führte Galerist Ewald Schrade den Oberbürgermeister auch in das Sommeratelier von Schloss Mochental. Entstanden ist das aus dem früheren Pferdestall, der nun mit einem Plexiglas-Dach versehen dem Künstler ein ideales Licht bietet. „Schön, dass hier so kreativ gearbeitet wird“, sagte Baumann. Schrade sagte: „Ich nutze eben Mochental in allen seinen Facetten“.

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