Nur zwölf Teilnehmer im Jubiläumsjahr

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 Der SSV Ehingen-Süd (Jan Deiss, vorn) gewann 2018 das Glocker-Turnier und geht somit am Samstag als Titelverteidiger an den Sta
Der SSV Ehingen-Süd (Jan Deiss, vorn) gewann 2018 das Glocker-Turnier und geht somit am Samstag als Titelverteidiger an den Start. (Foto: SZ-Archiv: mas)
Hans Aierstok

Beim Start des Hans-Glocker-Gedächtnisturniers war das Interesse noch groß. Lange Jahre nahmen bis zu 20 Vereine an diesem Hallenfußballturnier der TSG Ehingen teil. Damit war dieses Aktiven-Turnier mit Abstand die größte Veranstaltung in der Region. Im Laufe der zurückliegenden Jahre wurde die Teilnehmerzahl immer geringer. Die urspünglich vier Gruppen wurden zunächst auf drei reduziert. Bei der 30. Auflage am Samstag, 5. Januar, wird erstmals nur in zwei Gruppen gespielt. Zwölf Mannschaften nehmen teil.

Im Januar 1989 hatte damals Roland Müller erstmals den Versuch gestartet und ein Aktiven-Turnier angeboten. Sieger wurde damals der FC Schmiechtal. Im Jahr darauf wurde aus diesem ersten Versuch der Hans-Glocker-Gedächtnispokal, um den 2019 zum 30. Mal in ununterbrochener Folge gespielt wird.

Hans Glocker war anfangs der 1960er-Jahre mit seinem Betrieb nach Ehingen umgesiedelt. Er wurde zusammen mit Josef Gessler und Willy Ruedel Sponsor der Fußballer der TSG Ehingen. Das trug Früchte, denn mit Trainer Wilhelm Jakob stieg die TSG Ehingen im Jahr 1963 in die 2. Amateurliga (Landesliga) auf. Damit begann die bisher erfolgreichste Phase der TSG, die bis 1987, also 24 Jahre in Folge, mit wechselndem Erfolg, in der Landesliga spielte. Den Abstieg erlebte Hans Glocker nicht mehr, der im Februar 1986 starb. Vier Jahre nach seinem Tod ehrte die TSG Ehingen ihren langjährigen Förderer mit der Einrichtung eines Gedächtnisturniers.

Der Veranstalter hat dieses Turnier bisher insgesamt achtmal gewonnen und nach jeweils dreimaligem Sieg in Folge 1990 bis 1992 und 1995 bis 1997 zweimal den Wanderpokal behalten. Für fünfmaligen Erfolg insgesamt waren auch der FC Schmiechtal und der TSV Allmendingen Gewinner des Wanderpokals. Prominentester Teilnehmer war in den Jahren 2000 und 2001 der SSV Ulm 1846, der mit dem damaligen Trainer Harry Brobeil zweimal die Längenfeldhalle als Sieger verließ.

Nach Fertigstellung der Johann-Vanotti-Halle ist die TSG Ehingen mit ihrem Turnier schon im Januar 2018 in die neue Halle umgezogen. Wie auch die übrigen Veranstalter von Hallenturnieren in der Umgebung mussten die Veranstalter einen Rückgang des Interesses feststellen. Heuer wird das Turnier erstmals nur an einem Tag ausgetragen. Zwölf Mannschaften spielen in zwei Gruppen. Der Pokalverteidiger und Verbandsligist SSV Ehingen-Süd spielt mit der TSG Ehingen I, SV Niederhofen, dem KSC Ehingen, den SF Kirchen und der TSG Ehingen III in der Gruppe A. Die Gruppe B bilden die TSG Ehingen II, SG Dettingen, der TSV Allmendingen, die SG Altheim, der FC Schmiechtal und die SG Öpfingen.

Der Turniersieger bekommt außer dem Wanderpokal noch 400 Euro Preisgeld, für Platz zwei gibt 250 Euro und für Platz drei 100 Euro. Belohnt werden auch zwei Vereine, die ab der Zwischenrunde am meisten Tore erzielt oder die wenigsten Tore erhalten haben.

Gespielt wird am Samstag, 5. Januar, von 11 Uhr bis nach 18 Uhr. Die TSG Ehingen erhofft sich erneut großes Zuschauerinteresse.

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