Mobbing und Zickenkrieg auf der Bühne

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Die Schüler haben das Thema im Stück überzeugend umgesetzt.
Die Schüler haben das Thema im Stück überzeugend umgesetzt. (Foto: SZ- kö)
Barbara Körner

„Ich darf Sie beglückwünschen zu Ihrer Entscheidung, heute ins St. Josef gekommen zu sein“, begrüßte Internatsleiter Johannes Krickl die Zuschauer am Freitagabend. „Cyberspace – die dunkle Seite des World Wide Web“ hieß das Stück, das sich die Theater AG des Kollegs St. Josef mit ihrer Leiterin Heike Schmidts ausgesucht und seit September einstudiert hatte.

In der Jahrgangsstufe 12 eines Gymnasiums brodelt es, es braut sich etwas Bedrohliches zusammen, das Verhalten zueinander hat sich verändert. Feindselige Strömungen vergiften die Atmosphäre, ausgehend von der bildhübschen Rispa. Die hat es aber faustdick hinter den Ohren und nutzt jede Gemeinheit, um die nette hilfsbereite Leonie, die auch noch eine gute Schülerin ist, auszugrenzen.

Als ein Theaterstück besetzt werden muss und Leonie die Hauptrolle bekommen soll, rastet Rispa komplett aus. Der Zickenkrieg eskaliert. „Mit dir bin ich noch lange nicht fertig“, droht Rispa der Kontrahentin, „Rispa braucht eins aufs Maul“, befindet Leonies Freundin Marissa. Doch Rispa versteht es, die an sich harmlosen Jungen auf ihre Seite zu ziehen und sie schamlos für ihre Machenschaften auszunutzen. Verfälschte Fotos von Leonie im Netz mit blöden und beleidigenden Kommentaren machen das arme Mädchen völlig fertig. Als auch noch Fotos von einem gemeinsamen Urlaub vor zwei Jahren an einem FKK-Strand von Marissas Computer heimlich kopiert und ins Netz gestellt werden, ist Leonie völlig verzweifelt, es kommt zum totalen Zusammenbruch. Doch Rispa ist noch immer nicht fertig mit ihr, der virtuelle Kampf soll weitergehen.

Sehr viel Text zum Lernen

Das haben die jungen Darsteller der Theater AG alles sehr glaubwürdig und überzeugend umgesetzt, hatten teilweise sehr viel Text zum Lernen und mussten außerdem nebenbei als Bühnenarbeiter jede Menge Umbauarbeiten bewältigen. Stürmischer Applaus belohnte ihre Mühe.

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