Mit Kantersieg in die Bezirksliga

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 In der nächsten Saison Bezirksligist: Die Handballerinnen der TSG Ehingen.
In der nächsten Saison Bezirksligist: Die Handballerinnen der TSG Ehingen. (Foto: SZ- aw)

Die Handballerinnen der TSG Ehingen sind in der kommenden Hallenrunde 2019/20 in der Bezirksliga am Start. In der Relegation setzte sich der Tabellenzweite der Bezirksklasse im Rückspiel mit 26:12 gegen die HSG Friedrichshafen-Fischbach durch. Die HSG hatte das Hinspiel vor einer Woche noch mit 24:16 für sich entschieden.

Als Gästespielerin Sarah Feßler ihren Siebenmeter nach der Schlusssirene am Tor vorbeidonnerte, gab es kein Halten mehr im Lager der TSG Ehingen. Zu den Klängen des Queen-Klassikers „We are the Champions“ feierte die Mannschaft des Trainerduos Jürgen Prang und Heinz Binnig diesen Erfolg, der sich bereits nach wenigen Minuten angebahnt hatte. Obwohl Friedrichshafen-Fischbach Ehingens Torjägerin Hannah Prang sofort kurz deckte, erlahmte das Ehinger Angriffsspiel nicht – ganz im Gegenteil. Die taktische Maßnahme gab der TSG mehr Platz auf den Außenpositionen, den der Bezirksklassist sofort in Tore ummünzte(6:0/9. Minute).

Die Häfler Spielgemeinschaft war auch von der stimmungsvollen Kulisse im Ehinger Längenfeld beeindruckt, hatte darüber hinaus so ihre Schwierigkeiten mit dem verharzten Spielgerät und war in der Rückwärtsbewegung nicht schnell genug auf den Beinen. Bereits nach 16 Minuten war der Acht-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel beim 9:1-Zwischenstand egalisiert, während das Kopfschütteln und die Fassungslosigkeit im Häfler Fan-Lager zunahm. Selbst taktische und personelle Umstellungen durch HSG-Coach Damir Turnadzic fruchteten nicht – nach wie vor leistete man sich zu viele Ballverluste und technische Fehler, während bei Ehingen phasenweise alles klappte, sodass die TSG bis zur Halbzeit, sehr zur Freude ihrer Fans, vorentscheidend auf 18:4 davonzogen.

Auch nach dem Seitenwechsel war Ehingen die bessere Mannschaft, packte in der Abwehr konsequenter zu und nutzte anfangs jede ihrer Chancen. Zwar stabilisierte sich die HSG Mitte der zweiten Halbzeit etwas und stieß in dieser Phase konsequenter in die Lücken, doch für eine Wende sollte es nicht mehr reichen. Und das auch, weil die junge und wieder einmal neuformierte Häfler Mannschaft zu wenig an sich glaubte und nicht in der Lage war, das Fehlen wichtiger Stützen zu kompensieren.

„Überragende Abwehr“

„Wir sind natürlich überglücklich. Wir haben die Schwachstellen des Gegners von Beginn an ausgenutzt, haben eine überragende Abwehr gespielt und auch nach vorn hat einfach alles geklappt“, freute sich Jürgen Prang, während die Heimfans „Oh, Oh, Oh, Oh, Oh – ja die TSG“ sangen. Und die geschlagene HSG? Sie hatte sich ihre wohl schlechteste Saisonleistung ausgerechnet für diese wichtige Partie aufgehoben. Trainer Damir Turnadzic: „Wir sind erst gar nicht ins Spiel gekommen und waren in allen Belangen unterlegen.“

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