Mehr als 100 000 neue Bio- und Mülltonnen für den Kreis

 Diese Biotonnen stehen zur Verteilung bereit.
Diese Biotonnen stehen zur Verteilung bereit. (Foto: Landratsamt)
Schwäbische.de

Die neuen Restmüll- und Biotonnen werden im gesamten Alb-Donau-Kreis ab dieser Woche ausgeliefert. Die Verteilung begann am Mittwoch und dauert voraussichtlich bis Mitte Dezember. Hintergrund für den Tonnentausch ist die Übernahme der Abfallwirtschaft durch den Landkreis von den Städten und Gemeinden zum 1. Januar 2023.

Wenn der Alb-Donau-Kreis die Abfallwirtschaft im neuen Jahr von den 55 Städten und Gemeinden übernimmt, werden die bisher unterschiedlichen Systeme vereinheitlicht. Alle Haushalte erhalten in diesem Rahmen auch neue Restmüll- und Bioabfalltonnen. Bei der Bedarfsabfrage, die der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft Alb-Donau-Kreis im Sommer durchgeführt hatte, haben die Haushalte insgesamt 105 000 Restmüll- und Biotonnen bestellt. Diese werden nun verteilt. Begonnen wird im südlichen Landkreis in der ersten Woche in Balzheim, Dietenheim und Illerrieden.

Von Süden nach Norden

Bis voraussichtlich Mitte Dezember erfolgt dann die Verteilung im gesamten Landkreis von Süden nach Norden. Städtische Gebiete mit enger Wohnbebauung werden dabei zuletzt beliefert, um Stellplatzprobleme zu minimieren. Firmen und Anwohner in der Kernstadt von Ehingen und Langenau bekommen ihre Behälter als letzte im Dezember, die Behälter in Erbach, Blaubeuren und Laichingen werden Mitte November ausgeliefert. Wer ein Behälterschloss oder einen Filterdeckel als sogenannte Zusatzleistung bestellt hat, erhält diese im Januar 2023. Der Termin für die Lieferung und Montage vor Ort wird rechtzeitig genannt, so das Landratsamt.

Die 105 000 Behälterbestellungen verteilen sich auf etwa 71 000 Restmüll- und 34 000 Bioabfallbehälter. Die Haushalte im Alb-Donau-Kreis haben davon rund 66 000 Restmüll- und 32 200 Bioabfallbehälter bestellt. Im Durchschnitt hat sich knapp jeder zweite Haushalt für eine eigene Biotonne entschieden, teilt das Landratsamt mit. Etwa 12 000 weitere Haushalte gaben an, die Biotonne mit dem Nachbar gemeinsam zu nutzen. Beim Restmüll haben etwa 9000 Haushalte eine Behältergemeinschaft gebildet.

Über Hausverwaltungen, die für größere Mietkomplexe gemeinschaftlich Abfallbehälter bestellt haben, wurden etwa 600 Restmüll- und 800 Biotonnen bestellt. Gewerbliche Kunden wie Firmen, Selbstständige, Vereine, Kirchen und Kommunen haben bisher insgesamt 4400 Restmüll- und 1000 Bioabfalltonnen geordert.

Täglich 1600 Behälter

Mehr als 70 Prozent der bestellten Behälter lagern bereits auf dem Gelände der Firma Braig in Ehingen, die weiteren Behälter kommen in den nächsten Wochen dazu. Die Verteilung erfolgt durch insgesamt sechs Teams mit je zwei Mitarbeitern, die täglich durchschnittlich 1600 Behälter ausliefern.

Jeweils eine Woche vor der Verteilung werden die betroffenen Haushalte und Gewerbebetriebe angeschrieben, um die Verteilung in der kommenden Woche anzukündigen. Die neuen Abfallbehälter werden mit einem Siegeletikett ausgeliefert, das mit Name und Adresse bedruckt ist und der eindeutigen Identifizierung dient. Die neuen Behälter können direkt nach der letzten Leerung der alten Behälter im Dezember genutzt werden, geleert werden sie jedoch erstmalig im Januar 2023.

Ab Mitte Januar werden die alten Behälter bei den Haushalten und Firmen unentgeltlich eingesammelt. Bisher sind mehr als 70 000 Behälter dafür angemeldet. Diese werden geschreddert und recycelt. Start der Sammelaktion ist in umgekehrter Reihenfolge zur Auslieferung in den Ballungsgebieten, wo doppelte Tonnensätze zu den größten Problemen führen. Wer seine Tonnen später selbst entsorgen will, kann sie gebührenfrei bei einem der sechs Entsorgungszentren – in Ehingen, Erbach, Laichingen, Blaustein-Herrlingen, Langenau oder Schelklingen – abgeben.

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