Massenansturm beim Kinderfest

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Barbara Körner

Der Montagnachmittag ist für kleine und größere Kinder immer der Höhepunkt des Ehinger Kinder- und Sommerfestes, und wenn dazu die Sonne alles gibt, ist der Spaß perfekt.

Ein Riesengedränge am Montagmittag gab es schon um das Podium, als die Jugendkapelle unter der Leitung von Volker Frank Rockiges und Poppiges für die jungen Gäste spielte und Clown Joe Brösele seine Späße machte. Aber der eigentliche Magnet waren Oberbürgermeister Alexander Baumann, Roland Kuch von der TSG und Thorsten Veser von der Stadtkapelle, die die Gratischips für die Fahrgeschäfte an die Kinder verteilten. Hunderte von Händen streckten sich ihnen entgegen. „Die Regel ist, wer einen Chip hat, geht nach hinten und macht den anderen Platz“, erklärte Baumann, das wollten nicht alle Kinder verstehen. Doch er, Veser und Kuch achteten darauf, dass jedes Kind zum Zuge kam.

Den Kletterbaum rauf

Beim Bierkistenstapeln der Pfadfinder, den Royal Rangers, war wie immer eine lange Warteschlange, die gut gesicherten Kletterer schafften Kiste um Kiste, bis der Stapel dann krachend umfiel. Der Kletterbaum gleich daneben war ebenfalls dicht umlagert. Die Abteilung „Fit im Team“ der TSG sorgte hier für Ordnung ebenso bei den Spielgeräten wie Diabolo, Hula-Hoop-Reifen, langen Holzskiern und gelben Eimern, die zu Stelzen umfunktioniert waren. Sechs Ponys hatte Gustl Renz aus seinem Stall in Heufelden mitgebracht, auf denen kleine Reiter und Reiterinnen – geführt von den Mädchen und Buben aus dem Reitstall – ihre Runde drehten. Manchmal musste auch die Mama oder der Papa noch mit. „Die Hitze macht den Ponys weniger aus, eher stört sie der Krach hier“, sagte Renz.

Riesenspaß hatten kleinere Jungen mit Hockeyschlägern, die sie ganz geschickt handhabten, bis einer von dem Ball getroffen wurde und es ein paar Tränen gab. Stofftaschen konnte man sich in der Bude vom Bastelgeschäft Aßfalg bedrucken – Blumen, Vögel, Schmetterlinge waren die beliebtesten Motive. Bei Via-Nachhilfe wurde ebenfalls gebastelt. Eine kreisrunde Form mit Motiven oder dem Namen ausgemalt, ausgeschnitten und dann presste Sina Nicolao den Button dazu, mal bekam ihn die Oma als Geschenk, mal der Hund.

Mit dem Quad eine Runde drehen

In der Bastelhütte des Kinderschutzbundes entstanden aus bunten Bändern, Küchenkrepp und Luftballonhaut lustige Wurfbälle. An einem anderen Tisch wurden aus gelben Papptellern wunderschöne Sonnen gebastelt. Im Motodrom zogen vor allem motorbegeisterte Jungen auf einem Quad oder zwei Minimotorrädern ihr Runden. Weil das alles sehr durstig machte, hatten die Männer am TSG-Getränkeausschank alle Hände voll zu tun. Als sehr geschickt hatte sich die Öffnung des Zeltes nach Osten hin erwiesen: Hier saßen viele Eltern und Großeltern im Freien im Schatten, hatten ihren Nachwuchs bei seinen Aktivitäten im Auge und konnten der Jugendkapelle gut hören.

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