Lob und Anregungen für Ehingens Oberbürgermeister

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In Gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen hat Ehingens Oberbürgermeister (3.v.l) seine Wahlkampftour am Wanzelstein beendet.
In Gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen hat Ehingens Oberbürgermeister (3.v.l) seine Wahlkampftour am Wanzelstein beendet. (Foto: Sz- k)
Barbara Körner

Für seine zweite Bewerbung nach 2010 um den Posten des Oberbürgermeisters in Ehingen hat Alexander Baumann diesmal den direkten Dialog mit dem Bürger gewählt. Rund 20 Termine hat er in den Teilorten und mit der Vorstellung in der Ehinger Lindenhalle so absolviert. Am Wenzelstein hat Baumann nun diese Dialogtour beendet.

Der Wenzelstein ein Mischgebiert von Einfamilienhäusern mit oft älteren Bewohnern und Mehrfamilienhäusern häufig von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnt bietet immer wieder Diskussionsstoff. Doch davon war bei Baumanns Besuch nicht viel zu hören, viel Lob gab es für die Arbeit von Baumann. „Ich bin hier, um danke zu sagen für den schönen Blumenschmuck in der Stadt, uns fällt das oft schon gar nicht mehr auf, aber Fremden immer. Sie machen eine tolle Arbeit“, sagte Miriam Mayer, sie hatte dem Oberbürgermeister ein Foto von den Liebherr-Kranen aus ihrem Fenster im Reiherweg aufgenommen mitgebracht.

Bank wird aufgestellt

Ein Espressomobil hatte Baumann bestellt, um den Bürgern, die das Gespräch mit ihm suchten, einen Kaffee anbieten zu können. Gisela Baumann brachte den Kuchen dazu vorbei. Manuela Puselijc, die durch ihre Arbeit bei „Mach mit am Wenzelstein“ in alle Probleme des Quartiers integriert ist, kam vorbei, erzählte Baumann von ihrer Unterstützung der Eltern von Schulanfängern mit Migrationshintergrund, die von den Formalitäten oft überfordert sind. Sie freute sich, als Baumann ihr sagte, dass die versprochene Bank vor dem Einkaufszentrum in der kommenden Woche aufgestellt wird. Manuela Puselijc will sich um die Ordnung um diese Bank herum kümmern, sicherte sie zu.

Überhaupt war die Sauberhaltung rund um das Einkaufszentrum ein großes Thema, obwohl der Bauhof sehr häufig Müll aufräumt, liegt immer etwas herum. Für Hundebesitzer wird eine Hundetoilette am Fußweg zum Einkaufszentrum aufgestellt, hat Baumann notiert. Josef Rehm hielt nach dem Einkauf beim Bäcker ein Schwätzchen mit dem Ehinger Stadtoberhaupt, ein Paar sprach über die Digitalisierung der Wohngebiete.

Mehmed Yilmaz vom Ramminger sieht große Probleme für Kinder dort. „Ich habe ständig Angst um meine vier Kinder. Es ist alles sehr eng, es gibt nur einen Gehweg, einen halben Meter breit, Lastwagen und die Feuerwehr kommen an den parkenden Autos nicht vorbei“, klagte er. Baumann notierte seine Bitte, um das Einrichten einer Spielstraße mit Schritttempo am Ramminger.

OB hofft auf hohe Wahlbeteiligung

Landrat Heiner Scheffold kam mit Ehefrau Doris auf einen Kaffee vorbei, ebenso Baumanns Tochter Sarah. Befragt, was sich am Wahlkampf im Vergleich zu dem im Jahr 2010 geändert hat, sagte der Oberbürgermeister spontan „das Format, ich treffe den Bürger nicht mehr in Wirtschaften, sondern in ihren Wohnorten. Das Feedback war gut, der Aktionsradius hat sich vergrößert“, fand Baumann. Er hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, „aber auch in Städten wie Freiburg mit mehreren Kandidaten war das Interesse an der Oberbürgermeister-Wahl nicht sehr groß“, schränkte er ein.

Den Wahlsonntag wird die Familie Baumann wie einen ganz normalen Sonntag verbringen, morgens nimmt Tochter Sarah am Einstein-Marathon teil, ein Besuch beim Tag der offenen Tür in der Schmiechtalschule ist geplant. „Und abends gehe ich natürlich ins Rathaus“, sagte Baumann.

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