Lions dienen seit 20 Jahren

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Leiter Lokalredaktion Ehingen

„We serve“ – sprich „wir dienen“ – so lautet das weltweite Lions-Motto, dem auch seit nunmehr 20 Jahren der Lions-Club Munderkingen-Ehingen folgt. Der feierliche Jubiläumsabend hat im Oberschwäbischen Hof in Schwendi stattgefunden, bei dem auch Hans-Georg Mast sein Präsidentenamt an den Ehinger Peter Denkinger übergeben hat.

Hans-Joachim Krumpa, Gründungspräsident des Lions-Clubs Munderkingen-Ehingen, erinnert sich noch gerne an die Anfangszeit Ende der 90er-Jahre zurück. „Ich war schon immer lionistisch angehaucht und habe mir damals Gedanken gemacht, einen neuen Club zu gründen. Ich wollte verstärkt die Munderkinger Achse mitbedienen und einen jungen Club gründen“, erklärt Krumpa. Denn den Lions Club Ehingen-Alb-Donau gab es damals bereits. „Es folgten für mich eineinhalb Jahre Papierkrieg, viele Gespräche und natürlich die Rekrutierung von mindestens 20 Mitgliedern, bis ich den neuen Club gründen konnte“, erinnert sich Krumpa. Am 28. November 1997 war dann der Aufbruch für den Lions-Club Munderkingen-Ehingen, der sein Gebiet im Altkreis Ehingen mit Schwerpunkt Ehingen und der Verwaltungsgemeinschaft Munderkingen sieht.

„Wir haben auch gleich zu Beginn Nicht-Akademiker aufgenommen“, sagt Krumpa, der aber Wert darauf legt, dass es sich bei seinem Club um einen „reinen Männerclub“ handelt, obwohl andere Lions-Clubs sich mittlerweile auch für Frauen geöffnet haben. Aktuell sind 41 Mitglieder im Lions-Club Munderkingen-Ehingen. „Bewerben kann man sich nicht, man muss vorgeschlagen werden“, erklärt der Gründungspräsident. In den zwei Jahrzehnten hat es der Club, der sein Spendengeld ausschließlich aus sogenannten Activities, spricht Aktionen generiert, auf eine Spendensumme von rund 290 000 Euro gebracht. Begonnen hat der Club mit der berühmten Löwenengrube, eine Besenwirtschaft an der Fasnet, zuerst beim Glompigen in Munderkingen und später dann beim Glombigen im Ehinger Schwandenstadel, der mittlerweile für das Bierkulturhotel hat weichen müssen. Auch der Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende auf dem Alten Schulhof in Munderkingen haben die Lions aus der Taufe gehoben und vor neun Jahren wurde das Entenrennen am Kirbesonntag ins Leben gerufen. „Im ersten Jahr war ich Präsident und es war gleich ein Bombenerfolg“, erinnert sich Lothar Huber an die Anfänge.

Mittlerweile generieren die Lions mit ihren Aktivitäten zwischen 20000 und 25 000 Euro pro Jahr, die dann an Projekte wie die Ökumenische Hospizgruppe Ehingen, der Caritas, der Stiftung Konradihaus Schelklingen, dem Tafelladen oder der Klasse 2000 zur Verfügung gestellt werden. Seit 15 Jahren unterstützen die Lions auch ein Kinderhaus in Bukarest – als einziges ausländisches Projekt. „Unsere Zielsetzung ist es, Geld zu sammeln. Wir sind ein Freundeskreis von Männern, die Gutes tun“, sagt der amtierende Präsident Peter Denkinger, der den Club nun ein Jahr führen wird. Der jährliche Wechsel in der Präsidentschaft habe den Vorteil, dass jeder Präsident seine Ideen und seine eigene Programmgestaltung umsetzen könne. „Bei uns gibt es keine Hierarchien. Aber wir legen Wert darauf, dass von jedem Berufsstand nur ein Mitglied dabei ist. Wir wollen dadurch vermeiden, dass beispielsweise an den Clubabenden drei Architekten fachsimpeln“, so Krumpa.

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