Liebherr-Kran unterstützt Großbaustelle in der Schweiz

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 Mobil und flexibel: Der LTR 1060 beim Transport eines Gerüstteils entlang der Tunnelbaustelle neben der bestehenden Eisenbahn-T
Mobil und flexibel: Der LTR 1060 beim Transport eines Gerüstteils entlang der Tunnelbaustelle neben der bestehenden Eisenbahn-Trasse. (Foto: Liebherr)
Schwäbische Zeitung

Ein ehrgeiziges Infrastrukturprojekt läuft seit drei Jahren im schweizerischen Bern. Die Kapazitäten des Bahnverkehrs müssen massiv erweitert werden. Dafür soll bis 2027 unter dem bestehenden Hauptbahnhof der Regierungsstadt eine weitere, viergleisige Bahnstation für Regionalzüge entstehen.

An einer der vielen Gleistrassen im Stadtgebiet, die für dieses Projekt angepasst und ausgebaut werden, ist seit etwa einem Jahr ein Liebherr Teleskop-Raupenkran LTR 1060 des Baukonzerns Frutiger AG im Dauereinsatz, der in Ehingen gebaut wurde.

Auf einer Länge von rund 1200 Meter erstreckt sich die Baustelle „Wylerfeld“ im Nordosten der Stadt. Entlang einer bestehenden viergleisigen Zugtrasse entsteht in offener Bauweise unter anderem ein neuer Tunnel, der künftig das Kreuzen von Zügen auf verschiedenen Ebenen ermöglichen soll.

Für das Beschicken der Baugrube mit Material und kleinen Baumaschinen wurden mehrere Möglichkeiten geprüft. Dass die Wahl auf den Liebherr Teleskop-Raupenkran fiel, hatte sowohl praktische als auch finanzielle Gründe. Zunächst war die Idee, entlang der Grube Hochbaukrane aufzustellen.

Doch dann hätte wegen des angrenzenden Bahnverkehrs mit im Minutentakt passierenden Zügen ein elf Meter hohes Schutzgerüst über die gesamte Länge der Gleisanlage gebaut werden müssen. Zudem hätte diese Variante auf dem Baufeld viel der ohnehin knappen Fläche eingenommen. Um die Bahnsicherheit auch ohne Schutzwand zu gewährleisten, fiel die Wahl auf den Kran aus Ehingen.

„Der LTR 1060 als flexibles und wendiges Gerät war die perfekte Lösung für die Baustellen-Situation vor Ort“, begründet Reto Mathis, Leiter der Mobilkransparte bei der Frutiger AG die Entscheidung für den Einsatz des kleinen Raupenkrans. Zudem prädestiniert die Möglichkeit, rasch umzusetzen oder mit Last am Haken über eine größere Strecke zu verfahren, den Liebherr-Kran für diese Großbaustelle.

Der üblicherweise mit einer Spurbreite von knapp über vier Meter arbeitende Kran kann bei Bedarf seine Raupenträger sowohl beim Arbeiten als auch zum Fahren auf eine Breite von nur drei Meter einstellen und dadurch auch engere Stellen auf der Baustelle passieren. „Die Hubkraft, gerade auch bei schmaler gestelltem Fahrwerk, schätzen wir bei diesem zuverlässigen Kran besonders,“ erklärt Mathis.

„Deswegen haben wir 2016 den Kran angeschafft. Damals konnten wir auf einer äußerst beengten Streckenbaustelle zwischen Straße und Bahngleisen dauerhaft nur mit drei Meter Spurbreite arbeiten.“ Voraussichtlich zwei Jahre wird der Job des Liebherr-Fabrikats bei dem Projekt dauern.

Bei Liebherr Ehingen ist dieser Krantyp mit dem LTR 1100 und dem LTR 1220 auch in stärkeren Ausführungen verfügbar. Die vielseitig verwendbaren Geräte der erfolgreichen LTR-Baureihe werden häufig als Rüst- und Hilfskrane bei Industrieprojekten den großen Gittermast-Kranen zur Seite gestellt.

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