Landjugend fühlt sich in ihrer Unterbringung wohl

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Fröhliche Gesichter fand der Ortschaftsrat bei seiner Besichtigung des Jugendhauses vor.
Fröhliche Gesichter fand der Ortschaftsrat bei seiner Besichtigung des Jugendhauses vor. (Foto: SZ- kurt efinger)
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Mit zwei gemeindeeigenen Gebäuden hat sich der Altsteußlinger Ortschaftsrat am Donnerstag befasst. Zuerst besuchte er das Jugendhaus an der Spitzgasse, danach beriet er den Entwurf für ein anstelle des bisherigen Rat- und Schulhauses geplantes neues Dorfgemeinschaftshaus.

Unter einem gemeinsamen Satteldach vereint präsentierten sich Rat- und Schulhaus in kleinen württembergischen Gemeinden bis nach der Mitte des 20. Jahrhunderts. Im Zug der Schulreform erübrigten sich die Unterrichtsräume. Sie wurden zu Dorfgemeinschaftssälen umgewandelt. Die äußere Bauform blieb erhalten. In Altsteußlingen soll jetzt das ganze Gebäude abgebrochen und durch ein neuzeitliches Dorfgemeinschaftshaus mit Pultdach ersetzt werden. Den Planentwurf dazu stellte Ortsvorsteher Josef Huber dem Ortschaftsrat in Gegenwart von 13 interessierten Zuhörern vor.

Hauptursache der jetzt vorgesehenen radikalen Lösung ist der bisherige Mangel an Raum für die Feuerwehr. Diese ist ziemlich beengt ebenfalls im Rathaus untergebracht und braucht für ein zugesagtes Fahrzeug unbedingt eine Einstellmöglichkeit. Im größten Bereich des bisherigen Gebäudes entstünde von der Straße aus gesehen rechts ein allen Bedürfnissen der Feuerwehr genügender Ausbau. Links auf dem hinteren Teil des Dorfplatzes ist ein 96 Quadratmeter großer Dorfgemeinschaftsraum vorgesehen. Der mittlere Teil ist der Ortsverwaltung vorbehalten. Kritik kam von Ortschaftsrat Robert Biesinger. Ihm ist die Gebäudeanlage zu breit und verbraucht zu viel Fläche. Er schlug daher eine zweistöckige Lösung vor.

Die der Katholischen Jugend der Diözese Rottenburg-Stuttgart angeschlossene Jugendgruppe zählt 30 Mitglieder und fühlt sich in ihrem Haus an der Spitzgasse sichtlich wohl. Dies konnte der Ortschaftsrat bei seiner Besichtigung feststellen. Etwas kühl sei es in dem gemütlich ausgestatteten Raum, merkte die zweite Vorsitzende Leonie Majer an. Ein Heizkörper funktioniere nicht und die Fenster seien nicht optimal isoliert. Die Anschlüsse für Erdgasheizung und Glasfaserkabel sind vorbereitet, gab Ortsvorsteher Josef Huber bekannt. Demnächst werden Nachfolger für den ersten Vorsitzenden Peter Wohlleb und Kassierer Lukas Kutschker gewählt.

Der Bewerbung der Ehinger Alb um den Europäischen Dorferneuerungspreis stimmte der Ortschaftsrat zu. Seine erste Auszeichnung als Blutspender nahm Manuel Schrode aus der Hand des Ortsvorstehers für zehn Spenden entgegen.

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