Laengerer liest an der Michel-Buck-Schule vor

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Laengerer zeigt Petra Germowitz (links) und Dagmar Fuhr die Bilder für den Videoclip.
Laengerer zeigt Petra Germowitz (links) und Dagmar Fuhr die Bilder für den Videoclip. (Foto: SZ- kö)

Thomas Laengerer vom Kreisjugendring hat den Schülern der Klassen fünf bis sieben der Michel-Buck-Schule am internationalen Vorlesetag vorgelesen, um aus dem Vorgelesenen ein Gespräch und weitere Aktivitäten zu entwickeln.

Er hatte dazu das Buch „Drachenreiter“ von Cornelia Funke ausgewählt. „Unterschiedliche Wesen finden zusammen, Ökologie ist ein Thema, Jugendliche erkennen die Gier der Menschen und die Ausbeutung, die oft dahintersteckt. Ich war erstaunt, wie viel die Kinder zu dem Thema wissen, und was sie einbringen konnten war nie blöd“, sagte er zu Rektorin Dagmar Fuhr und Konrektorin Petra Germowitz. Laengerer hat die Schüler das Geschehen, das er ihnen vorgelesen hatte, nachbauen und nachspielen lassen, mit dem Drachen mussten sie ganz eng beieinandersitzen. Gruppengeist und keinerlei Berührungsängste hatten sie gezeigt, so Laengerer. „In der Geschichte kommt viel wörtliche Rede vor, die Streitigkeiten der Kontrahenten wurden so deutlicher und ließen sich gut darstellen“, sagte Laengerer den beiden Schulleiterinnen. Laengerer ist im Rahmen der Aktion „Komm spiel mit mir“ unterwegs, eine Aktion, die Romy Wurm als Kreisrätin vor zehn Jahren ins Leben gerufen hat, um jungen Menschen zu zeigen, was sie Kreatives mit modernen Medien machen können.

„Verteufeln bringt nichts, wir werden sie nicht mehr abschaffen können, da stecken Milliarden und Milliarden von Investitionen drin. Wir müssen sehen, dass wir gute Dinge damit tun“, erklärte Laengerer. Er hat mit den Schülern aus der Drachenreitergeschichte einen Clip gemacht, an dem sie viel Spaß hatten.

Im Rahmen der Aktion „Komm spiel mit mir“ ist die Michel-Buck-Schule die erste Station in Ehingen. Brettspielabende, Vorlesen, sportliche Aktivitäten, Geo-Caching, eine moderne Art der Schnitzeljagd, stehen auf dem Programm. „Man braucht Gruppen, um Jugendliche anzusprechen um mit ihnen in Kontakt zu kommen. Die findet man am besten in der Schule oder im Jugendhaus. Junge Menschen brauchen zehn Sekunden, dann gibt es rot oder grün für einen Ansprechpartner. Wenn grün ist, kann man darauf aufbauen. Am besten beginnt man mit einem Spiel, an dem alle Spaß haben, weckt so Sympathien und baut drauf ein Gerüst auf“, erklärte Laengerer seine Herangehensweise an junge Menschen. Dagmar Fuhr meinte: „Wenn die Beziehungsebene stimmt, kommt ganz viel zurück“.

Für das Projekt „Komm spiel mit mir“ des Kreisjugendringes hat sich bisher in Ehingen nur die Michel-Buck-Schule gemeldet, vorher lief es schon in Munderkingen, Dietenheim, Erbach und Langenau.

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