Längenfeldschüler fertigen verstellbare Winkel

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Lehrern, Vertretern der Firma Tries und des Schulamts wie auch Bürgermeister Sebastian Wolf haben die Schüler ihre Arbeit präsen
Lehrern, Vertretern der Firma Tries und des Schulamts wie auch Bürgermeister Sebastian Wolf haben die Schüler ihre Arbeit präsentiert. (Foto: SZ- dtp)

Schüler der Längenfeldschule haben am Dienstag bei der Firma Tries ihre Arbeit präsentiert, die aus der Bildungspartnerschaft mit dem Ehinger Unternehmen hervorgegangen ist. Bereits seit elf Jahren besteht die Kooperation, jedes Jahr gibt es ein anderes Projekt. Schüler und Ausbildungsmeister lernen sich auf diese Weise kennen.

In diesem Jahr haben 24 Schüler der Lerngruppe 9 mit dem Wahlpflichtfach Technik je eine Schmiege, einen verstellbaren Winkel, erstellt. Zwölf der Schüler haben den Arbeitsprozess nun in einer Präsentation vorgestellt. Unter den Zuhörern waren unter anderem Geschäftsleiter Matthias Tries, Bürgermeister Sebastian Wolf, Max Weber, Rektor der Längenfeldschule sowie Lehrer und Vertreter des Schulamts.

Am Anfang stand die Theorie, führten die Schüler aus. Dann wurden am Computer komplexe, technische Zeichnungen erstellt, bevor es ans Material ging. Für die Arbeit mit dem Baustahl wurden unter anderem Winkel und Zirkel benötigt. Schließlich kam die Metallbügelsäge zum Einsatz. „Das Sägeblatt muss gerade und noch scharf sein“, betonte ein Schüler. Der nächste Schritt war das Feilen, besonders Flachfeilen wurden dabei von den Schülern genutzt, ein Schüler zeigte auch ganz kleine Feilen, die man für „Ecken und Kanten“ brauche. Bohren gehörte ebenso zum Arbeitsprozess. Am Ende wurden die Stücke schließlich mit Schleifpapier und Stahlwolle poliert.

Ordnung am Arbeitsplatz sei beim Arbeiten ganz wichtig, erklärten die Schüler, so behalte man den Überblick über die verschiedenen Werkzeuge. Am Ende der Schulstunde haben sie ihre Erkenntnisse stets in ein Berichtsheft geschrieben. „Die Fachleute kamen auch zu uns in die Schule“, erklärten sie. Durch das Projekt hätten sie die Arbeitsabläufe kennengelernt und sich im selbstständigen Arbeiten erprobt. Auch eine Betriebsbesichtigung bei der Firma Tries stand auf dem Programm. „Wir haben uns mit den Auszubildenden ausgetauscht und haben die Ausbildungsberufe kennengelernt“, so das Fazit der Neuntklässler.

Das Projekt sei ein Baustein der beruflichen Orientierung an der Längenfeldschule, sagte Max Weber, der sich bei der Firma Tries bedankte. Er sei stolz auf die langjährige Bildungspartnerschaft, erklärte er.

„Es ist die älteste Schulpartnerschaft, die wir bei Tries pflegen“, sagte Matthias Tries. Sehr viele Längenfeldschüler seien auch im Unternehmen geblieben. Im kommenden Jahr, wenn Max Weber bereits im Ruhestand ist, sei dieser selbstverständlich bei der Präsentation als Ehrengast willkommen. Von den Ergebnissen der Schüler zeigte sich Tries begeistert: „So wie die aussehen, könnte man sie verkaufen“, sagte er mit Blick auf die Schmiegen. Die Lehrwerkstatt des Unternehmens ist soeben umgezogen, die Schulungsräume werden zurzeit gestaltet. Ab dem kommenden Schuljahr könnten die Schüler wieder jede Woche bei Tries an ihrem Projekt arbeiten, stellte er in Aussicht. Dass unter den 24 Technikschülern nur Jungs waren, sei nicht ungewöhnlich. Auch bei Tries würden sich kaum Frauen als Mechatronikerin oder Industriemechanikerin bewerben.

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