KVJBO spielt Ouvertüre für Staubsauger

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Kurt Efinger

Hochrangige Orchestermusik mit Spaß anzureichern ist eine besondere Kunst. Diese beherrscht das Kreisverbands-Jugendblasorchester Ulm/Alb-Donau in hohem Grade. In der voll besetzten Lindenhalle beeindruckte die junge Elite am Sonntag bei dem von der Sparkasse Ulm veranstalteten Konzert mit einer reifen Leistung in Bezug auf Musik wie auch auf Unterhaltungsshow.

Eine „Welturaufführung“ kündigte Konzertmoderator Christian Ludwig zu Beginn mit der Jubiläumsfanfare 2019 von Guido Rennert an. Mit Wind Sketches von Philip Sparke bot das KVJBO ein hochkarätiges Konzertwerk für Blasorchester in drei von der Beziehung zwischen Mensch und Wind inspirierten Sätzen.. Dem Schloss sich in melodischer Schönheit der Titel „Sheltering Sky“ von John Mackey an. Mit „Forward“ von Wataru Hokayama, dem Wertungsspiel-Pflichtstück der Höchststufe für 2016/2017 entließ das beeindruckende Orchester die Zuhörer in die Pause.

Danach erfolgte die Übergabe der von der Sparkasse für die Stiftung für die Jugend bestimmten jährlichen Spende in Höhe von 10 000 Euro. Aus den Händen von Gebietsdirektor Michael Hess und Filialdirektor Helmut Hipper nahmen Kreisverbandsvorsitzender Matthias Dolpp und KVJBO-Dirigent Franco Hänle den Scheck entgegen.

„A Grand Grand Overture“ für drei Staubsauger, einen Bodenpolierer, vier Gewehre und Sinfonieorchester von Malcolm Arnold. war mit dem pompösen Schluss von Tschaikowskis Ouvertüre „1812“ auch ohne Schusswaffen ein absoluter Kracher. Vier Musiker hatten zur Erheiterung des Publikums alle Hände voll zu tun, um mit den Reinigungsgeräten der Partitur gerecht zu werden. „Ulmer Gschichten“ von Jörg Murschinski sind ein Potpourri auf hohem künstlerischem Niveau. und verfehlten ihre Wirkung auch in Ehingen nicht. Zum Choral „Ein feste Burg“ zwitscherten die Spatzen. Bei sieben Beatles-Songs, von Manfred Honetschläger unter dem Titel „FabFour Spirit vereint,kamen einzelne Register in Big-Band-Manier ganz groß heraus und wurden am Ende frenetisch bejubelt. „Bohemian Rhapsody“, Nummer-eins-Hit der Queens, hinterließ als erste Zugabe in voller Klangentfaltung einen starken Eindruck. Den definitiven Schluss der bildete der schwungvolle Kreismarsch in edlem Sound und ohne falsches Pathos.

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