Kurioses und Politisches zur Mainacht

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 Umweltzone Munderkingen mit Messstation.
Umweltzone Munderkingen mit Messstation. (Foto: khb)
Schwäbische Zeitung

Unterstützung durch Kanzlerin Angela Merkel: Auf das neue Allmendinger Parkleitsystem macht Bürgermeister Florian Teichmannn in Polizeiuniform vor dem Allmendinger Rathaus aufmerksam. „Wir schaffen das!“, springt ihm Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Seite. Die örtlichen Maischerzbolde lassen die Kanzlerin das Parken auf dem Allmendinger Rathausplatz verbieten. „Parken bei Strafe verboten“ steht auf dem Schild, das sie hochhält. Den Rathausplatz hatte Florian Teichmann ja schon während des Bürgermeisterwahlkampfes als ein wichtiges Anliegen genannt.

Stein zum Anstoßen: Auf einen „(Un-)Stein des Anstoßes“ konnte man am 1. Mai nebst dem Brunnen am Ehinger Marktplatz treffen. Ob der Maischerzbold ganz einfach auf die Gefahr der Steinpfosten hinweisen wollte oder aber die Diskussion um Betonklötze und absenkbare Poller in der Ehinger Innenstadt anheizen wollte, bleibt dahingestellt.

Markierungen auf der Straße: In Ingstetten haben sich Findige in der Mainacht etwas einfallen lassen: Klar verständlich für jeden sind in Ingstetten die selbst angebrachten Mittelmarkierungen in der Kurve nahe der Ortseinfahrt, von Justingen her kommend.

Munderkingen wird zur Umweltzone: „FSJ – Freie Junge Staubgegner“ nannten sich Maischerzer, die in der Mainacht die Innenstadt von Munderkingen zur „Umweltzone“ ernannt hatten, die offensichtlich nur noch mit „grüner Muki-Plakette“ befahren werden darf. „Gegen Feinstaub in Munderkingen“ war das Motto, das die Scherzbolde an allen Zufahrtsstraßen zur Innenstadt ausgehängt hatten. Und vor dem Rathaus stand sogar eine „CO2-Mess-Station“, auf der die drei in der Mainacht ernannten „Abgasbeauftragten“ der Stadt abgebildet waren.

Bonsai-Maibaum: Weil in diesem Jahr kein großer Maibaum in der Munderkinger Innenstadt steht, haben Maischerzer vor dem VG-Gebäude einen „Baustellen-Bonsai-Maibaum“ aufgestellt. Und damit die Befürchtung, einen Maibaum wegen der Baustelle nicht in die Stadt transportieren zu können, widerlegt. „Der geht um jede Ecke“ stand auf dem Bonsai-Schild.

Einladung zum Untermarchtaler Esel-Almabtrieb: Der „neue Verein“, die „Naturschutzinteressengemeinschaft der glücklichen Esel e.V.“ in Untermarchtal, hat sich was Tolles einfallen lassen und die Scherzbolde haben auch schon einen Termin für den Almabtrieb ausgesucht. Der Verein lädt am 28. September 2019 ab 11 Uhr zum „1. Untermarchtaler Esel-Almabtrieb“ ein. Die Veranstaltung soll über die schönsten Blumen- und FFH-Wiesen (Fauna-Flora-Habitat) des Kalkofenmuseums hinüber bis über das Schnakenterritorium des Siedlungsgebiets Steige IV bis hinunter auf den Bahnhofvorplatz verlaufen. Auf diese Neuigkeit darf man in Untermarchtal gespannt sein.

Appell in Justingen: Insiderwissen ist wohl in Justingen zu einem Transparent an der unteren Mönchgasse nötig. Darauf steht: „Die Bude ist für alle da. Rettet die Säufer!“

Misslungener Versuch: Etwas misslungen sieht der kunstvolle „1. Brezelversuch eines Bäckers“ in Oberdischingen aus. Gelungen hingegen ist der originelle Hinweis der einfallsreichen Dorfjugend am 1. Mai.

Steingrab in Munderkingen: Skurril mutete ein „Steingrab mit großen Holzkreuz und mit mehreren Grablichtern geschmückt“ vor dem Munderkinger Rathaus an. „Historische Altstadt“ stand auf dem Kreuz. Ob die Maischerzbolde die Munderkinger Innenstadt wegen der vielen leerstehenden Geschäfte zu Grabe tragen wollen oder ob sie den Untergang Munderkingens durch die momentane Baustelle vorhersehen, konnte vor Ort nicht geklärt werden.

Auch was für Kinder: Unter dem Maibaum in Hausen am Bussen sitzt ein beliebter und behelmter Zeitgenosse, der ein bisschen an einen Feuerwehrmann erinnert. Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass er seinen Plüschhund mitgebracht hat. Kinder aus Hausen zeigten aber schnell, dass man auf dem Tier reiten kann, es also ein Pferd sein muss. Vielleicht gab es ja früher die berittene Feuerwehr in Hausen.

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