Kunst und Kultur: Das ist beim Interim-Festival geboten

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Die Kunstwiese.
Die Kunstwiese. (Foto: interim)
Schwäbische Zeitung

Bereits am Sonntag, 23. Juni, wurde in der Städtischen Galerie Ehingen die Ausstellung KUNSTSPHÄRE ALB eröffnet. Die Galerie ist während der Festivaltage täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

Eine Straßengalerie mit Motiven von fotobegeisterten Menschen aus der Region hat das Interim-Festival bereits im Vorfeld in Ehingen angekündigt. Nun ist es soweit, vom 27. bis 30. Juni präsentiert das Kunst- und Kulturfestival unter dem Motto „inter!m – versammelt“ verschiedene Kunstsparten – von Musik über Theater bis hin zu bildender Kunst und Fotografie – im Zirkuszelt und auf der Kunstwiese auf dem Ehinger Volksplatz.

Das Festival bringt nicht nur die Menschen aus der Region mit Kulturschaffenden zusammen, sondern bündelt auch verschiedene Kunstsparten unter einem gemeinsamen Nenner. So ver/sammelt das Festival an vier Tagen im Juni 2019 Künstler/innen, Kulturschaffende und die Bewohner/innen der Region an verschiedenen Spielorten und gibt ihnen und ihren gemeinsam entwickelten Projekten eine Festival-Bühne.

Am Eröffnungsabend, Donnerstag, 27. Juni, sind alle Interessierten herzlich dazu eingeladen, gemeinsam mit Vertretern von Bund, Land und Stadt einen unterhaltsamen Einblick in das Schaffen der vergangenen Monate zu bekommen. Neben einer visuellen und akustischen Vorschau auf das Programm der kommenden Tage wird die Moderatorin Dana Hoffmann mit Festival-Akteuren plaudern. Man darf gespannt sein auf interessante Einblicke und Anekdoten aus der Entstehungsphase des Festivals.

Im Anschluss wird ein Theaterexperiment – das TraumTheater – präsentiert, bei dem Ideen von zahlreichen Akteuren gesammelt wurden, die nun in einem Sammelsurium unterschiedlicher Kunstäußerungen umgesetzt werden. Auf das TraumTheater, einem Basar der Sinne und des Sinns, kann sich das Publikum auch am Freitag und am Samstag nach den Konzerten einlassen.

Eine Prise Jazz

Der erste Konzertabend am Freitag, 28. Juni, kreist mit Worldmusik und einer Prise Jazz rund um die Mauern der Musikschule der Stadt Ehingen. Unter der Leitung von Michael Porter und seinem speziell für das inter!m–Festival zusammengestellten Quartett ist ein Abend entstanden, der die große Bandbreite der städtischen Musikschmiede präsentiert. Zu hören und erleben gibt es feurigen Tango, Musette, Musicalgesang und Tanz, ein internationales Perkussionsfeuer und filigrane Singer-Songwriter-Melodien. Mit dabei sind Porter and the Fab Gang, Kinga Dobay & Chor, Flower Power Quartett, Karawane, Liffey Looms.

Maximilian Jäger tritt auf.
Maximilian Jäger tritt auf. (Foto: interim)

Dem zweiten Konzertabend, Samstag, 29. Juni, gibt die Formation, die durch den Abend führt, auch seinen Namen: „Töne aus dem Blechlabor“. Für das inter!m–Festival hat sich zur Stammbesetzung der Formation Blechlabor eine Gruppe aus über 10 Musikern verschiedener Musikkapellen der Region in einem Workshop zusammengefunden. Das Ensemble Blechlabor selbst ist seit 2007 mit unterschiedlichsten Programmen von Jazz bis Klassik unterwegs und zeichnet sich durch das Zusammentreffen von Musikerpersönlichkeiten aus, deren Impulse jede Partitur im speziellen Blechlaborsound erklingen lässt. Ergänzt und angefeuert wird das Brassfeuerwerk an diesem Abend vom Percussionensemble Rhythmpoint.

Ein Bandhappening bringt am Sonntag, 30. Juni, – dem letzten Festivaltag – zwei regionale Rockbands zusammen: Das Trio Moltke und Mörike trifft auf Pump Gas. Die beiden Formationen gestalten ein gemeinsames Konzert, bei dem sie ineinandergreifend Songs der jeweils anderen Formation interpretieren, gemeinsame Songs auf die Bühne bringen und mit überraschenden Coverversionen aufwarten. Ein Abend, der auch für die Musiker eine Premiere sein wird.

Aus der Straßengalerie.
Aus der Straßengalerie. (Foto: schnitzer)

„Worte hören, Bilder schauen, Treppen steigen, Aussicht genießen“, können die Besucher/innen während des Festivals im Wolfertturm, der mit Zeichnungen von Kindern und Jugendlichen und einer Hörinstallation mit persönlichen Geschichten von Ehinger Bürger/innen zum Turm bespielt wird.

Anfang 2019 wurde das Ehinger Pfeifer-Haus zum inter!m–Labor, in dem von Künstler/innen gemeinsam Installationen und Projekte entwickelt wurden, wie ein Donau_Wald_Floß, „Lufträume“ oder „Kulturgut Vase“, die nun gemeinsam mit einer Sammlung von künstlerisch überarbeiteten Alltagsgegenständen an allen vier Festivaltagen auf der Kunstwiese auf dem Festivalgelände präsentiert werden. Ergänzt wird das Festivalprogramm mit der Reihe „Unplugged“, bei der Singer/Songwriter aus der Region Open-Air-Konzerte auf der „Kleinen Bühne“ spielen.

Ehingen wird zur Kunstgalerie
Durch die Kameralinse die eigene Stadt ganz neu sehen. Dieser Aufgabe haben sich viele Ehinger gestellt. Die Ergebnisse sind seit dieser Woche überall in Ehingen zu sehen. Die Straßengalerie ist ein Vorbote des Interim-Festivals Ende des Monats.

Bereits am Sonntag, 23. Juni, wurde in der Städtischen Galerie Ehingen die Ausstellung KUNSTSPHÄRE ALB eröffnet. Die Galerie ist während der Festivaltage täglich von 14 bis 17 Uhr geöffnet.

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