Kirchener Bücherflohmarkt ist eine anhaltende Erfolgsgeschichte

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Renate Hartmann (l.) freut sich über den anhaltenden Erfolg des Bücherflohmarkts.
Renate Hartmann (l.) freut sich über den anhaltenden Erfolg des Bücherflohmarkts. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Der Bücherflohmarkt der Kirchener Sportplatzflöhe ist eine anhaltende Erfolgsgeschichte. An 70 Tischen breiteten 36 Anbieter am Samstag beim 18. Mal literarische Schätze, Druckwerke aller Art und CDs zum Verkauf aus.

„Jedes Jahr haben wir mehr Zulauf“, freute sich Iris Haberbosch, Übungsleiterin der Muki-Gruppe und Organisatorin des Flohmarkts, über das ungebrochene Interesse an Büchern und artverwandten Produkten. 20 weiteren Verkäufern gebrauchter Bücher musste sie absagen, weil der Platz in der Halle ausgebucht war. Bis in den Nachmittag hinein war der Andrang groß.

„Vor allem Kinderbücher gehen gut“, stellte Harald Haberbosch zum Absatz an seinem umfangreich bestückten Stand fest. Gut lief das Geschäft auch bei Renate Hartmann, die den Kirchener Bücherflohmarkt vor fast zwei Jahrzehnten ins Leben gerufen hatte.

60 Kartons mit ihrer Einschätzung nach rund 2000 Büchern hatte Heidi Porsche, die Leiterin des Ehinger Freundeskreises für Migranten, nach Kirchen gebracht. Behilflich dabei waren ihr, außer aktiven Mitgliedern des Freundeskreises, Cedeb Alkhalaf aus Syrien und weitere junge Leute aus der Gruppe der von ihr unterstützten Zuwanderer. Etwas Geld für ihre Martinussänger hoffte Kirchenchorleiterin Pia Renz mit dem Verkauf von Büchern und Zeitschriften zusammenzubringen.

Mit einem fünfstöckigen Regal ragte der Stand von Klaus Rapl aus Öpfingen aus den anderen Auslagen heraus. Sein Angebot war weniger bunt, aber umso attraktiver für jeden, der klassische Literatur in gediegenen Halblederausgaben aus dem 19. und dem Beginn des 20 Jahrhunderts schätzt. 1835 und 1836 brachte die Cotta’sche Verlagsbuchhandlung Schillers „Sämmtliche Werke“ in zwölf Bänden heraus. Bei Klaus Rapl waren sie in gutem Zustand für 20 Euro sehr günstig zu haben.

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