Kinder und Eltern sammeln 110 Säcke Kastanienblätter

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 Einige Säcke voll haben die fleißigen Helfer gesammelt.
Einige Säcke voll haben die fleißigen Helfer gesammelt. (Foto: SZ- Kurt Efinger)
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Die Kastanienminiermotte bedroht den Bestand an Rosskastanienbäumen in Europa. Dagegen hilft nur das ganzjährige Einsammeln und Verbrennen des Laubs der Bäume. 20 Kinder und Erwachsene sammelten am Samstag in Ehingen 110 Säcke voll Blättern ein. Drei Stunden lang steckten sie in den Gollenäckern, am Wolfert, auf dem Schwimmbadparkplatz, auf dem Volksfestplatz und am Stadion Kastanienblätter in blaue Abfallsäcke. Auf Fahrzeuganhängern wurden diese zum Bauhof gebracht.

Die Rosskastanienminiermotte ist ein Kleinschmetterling aus der Familie der Miniermotten. Die Raupen und Puppen entwickeln sich fast ausschließlich in den Blättern der weißblühenden Gewöhnlichen Rosskastanie. Die Motte hat durch die extrem schnelle Verbreitung von ihrem Ursprungsgebiet aus in inzwischen fast alle Gebiete Europas hinein großes Aufsehen erregt.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hat zum Schutz des Roßkastanienbestands zum Einsammeln und Verbrennen der abgefallenen Blätter aufgerufen. „In Gegenden, in denen seit Jahren das Kastanienlaub konsequent gesammelt wird, sehen die Kastanienbäume viel besser aus“, haben die Waldschützer festgestellt.

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