Kinder sind von Turmuhren fasziniert

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Irene Rapp (r.) erklärte die Mechanik einer Turmuhr.
Irene Rapp (r.) erklärte die Mechanik einer Turmuhr. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Das Geheimnis alter Präzisionsmechanik hat sich am Montag zwölf Kindern in Granheim beim Besuch von Berthold und Irene Rapps Turmuhrenmuseum offenbart. Sie hatten sich zur Veranstaltung Nummer fünf im Ehinger CDU-Ferienprogramm angemeldet und kamen aus Altbierlingen, Dettingen, Ehingen, Erbstetten, Granheim, Kirchbierlingen und Volkersheim.

Ebenfalls mit dabei war Julius Höppe aus Bühl bei Tübingen. Bei Oma und Opa in Emerkingen ist er auf Ferienbesuch und war von der alten Technik ebenso begeistert wie die Kinder aus der hiesigen Gegend. Zweieinhalb Stunden vergingen bei der spannenden Führung von Irene und Berthold Rapp wie im Flug.

Schon bei der Ankunft auf dem Gelände des Museums am Ende der Granheimer Pfarrgasse staunten die Kinder über all die vielen alten Sache, die da herumstehen. An einem mehr als 80 Jahre alten aber wie neu aussehenden Zündapp-Motorrad und einem etwas jüngeren Exemplar vorbeigehend betraten sie den Hof und fanden sich umgeben von einer riesigen alten Dampfmaschine, einem Glockenturmmodell, einem schon ziemlich abgenutzten grünen Zifferblatt einer Kirchturmuhr und einem mit vielen Zahnrädern bestückten Turmuhrwerk.

Zusammen mit ihrer Begleiterin Jutta Uhl ließen sich die Kinder an einem Tisch im Freien nieder. Von Stefan Scheibles Mirabellenbaum hatte die Frankenhofener Ortsvorsteherin süße Früchte mitgebracht und stellte sie ihren kleinen Gästen vor. „Die schmecken wirklich gut“, stellte ein Junge fest.

Kinder bringen Glocke zum Klingen

Irene Rapp erklärte die im Hof herumstehenden Geräte. Am Zifferblatt durften die Buben und Mädchen verschiedene Zeiten einstellen und mit einem Seil die Glocke auf einem Türmchen zum Klingen bringen. Faszinierend war ein Turmuhrwerk beträchtlicher Größe. Die Erdanziehungskraft der darunter hängenden Gewichte brachte sein Räderwerk in Gang. Noch mehr alte Uhrwerke gab es im Flur und in verschiedenen Räumen von Rapps Wohnhaus zu bestaunen. Mehr als 25 Exemplare der einst von Schmieden angefertigten mechanischen Kunstwerke besitzt die Familie. Von einem nahm Irene Rapp ein rundes Teil ab, sagte, man nenne es Schloss-Scheibe und erklärte, wie verschieden lange Abstände auf dem äußeren Ring die Zahl der Stundenschläge bestimmen.

Beim Betreten eines dem Haupthaus gegenüberliegenden kleineren Gebäudes ließ Berthold Rapp auf einem Grammophon einen Marsch ertönen. Im oberen Stockwerk gaben etliche Motorräder und Motorroller einen Eindruck vom früheren Verkehr auf den Landstraßen.

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