Kinder sind heiß aufs Lesen

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Den eifrigen Bücherlesern Miranda, Sandra, Kai, Gabriel, Kenneth und Amelie (v.l.) übergab Büchereimitarbeiter Sebastian Luckas
Den eifrigen Bücherlesern Miranda, Sandra, Kai, Gabriel, Kenneth und Amelie (v.l.) übergab Büchereimitarbeiter Sebastian Luckas die Teilnahmeurkunden und Gutscheine der Bücherei. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efiner

Sechs Kinder haben sich am Mittwochvormittag zur Abschlussparty der Aktion „Heiß auf Lesen“ in der Ehinger Stadtbücherei eingefunden. Am Ende übergab ihnen Büchereimitarbeiter Sebastian Luckas Urkunden und Gutscheine.

„Heiß auf Lesen“ ist ein baden-württembergisches Sommerferienprogramm zur Literatur- und Leseförderung von Kindern und Jugendlichen von der Grundschule bis ins Teen-Alter. Die Teilnehmer melden sich vor den Ferien in ihrer Bibliothek für den Lese-Club an und erhalten einen kostenlosen Lesefächer. Dieser berechtigt zum Ausleihen der für die Aktion ausgewählten Bücher.

Mindestens drei Bücher sollten die Teilnehmer an der Aktion während der Ferien lesen. Auf 24 davon brachte es die zwölfjährige Sandra und wurde damit zur Siegerin der Ehinger Stadtbibliothek erklärt. Nur ein Buch weniger hatte der elfjährige Gabriel geschafft.

Als wissbegieriger Leser stellte sich auch der 15 Jahre alte Kenneth heraus. Er hatte zwar während der Ferien nur 13 Bücher ausgeliehen, erwies sich aber ganz allgemein auf vielen Gebieten als sehr belesen. Keinerlei Mühe machte ihm die Antwort auf die Frage, was ein Aquädukt sei, als Sebastian Luckas ein Bild des berühmten Pont du Gard in Südfrankreich präsentierte. „Aqua heißt Wasser und Duktus Leitung oder Führung“, belehrte er die anderen Teilnehmer der Abschlussparty mit seinem im Lateinunterricht am Johann-Vanotti-Gymnasium erworbenen Wissen. Die Aufgeschlossenheit des deutschen Jungen mit dem britischen Vornamen kommt nicht von ungefähr. Geboren in Frankfurt am Main und aufgewachsen in Schleswig-Holstein erweitert er seine Weltsicht jetzt aus der nach Süden, Osten und Westen offenen Ehinger Perspektive.

„Heiß auf Lesen“ hat auch den geistigen Horizont von Sandra (zwölf Jahre), Amelie (elf), Gabriel (elf), Kai (zehn) und Miranda (neun) wesentlich erweitert. Ziele der Aktion sind die Leseförderung mit Spaßfaktor in den Ferien, die Förderung des Lese- und Textverständnisses sowie der sprachlichen Kompetenz und nicht zuletzt der Anreiz für Bibliotheksbesuche auch über die Zeit der Aktion hinaus. Zusätzlich sollen die Eltern für die spielerische Leseförderung in der Familie sensibilisiert werden. In der Stadtbücherei liegt alles bereit, was geeignet ist, die intellektuellen Fähigkeiten junger Menschen zu entfalten.

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