Kein Besuch mehr für Senioren im Ehinger Pflegeheim

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 Schon seit Anfang der Woche gilt ein Besuchsverbot für Senioren in Pflegeeinrichtungen.
Schon seit Anfang der Woche gilt ein Besuchsverbot für Senioren in Pflegeeinrichtungen. (Foto: Angelika Warmuth/dpa)
Schwäbische Zeitung

Seit Dienstag gilt in allen Seniorenzentren der Pflegeheim GmbH ein absolutes Besuchsverbot. Mit dieser Maßnahme schützt das Unternehmen die besonders zu schützende Zielgruppe der Hochbetagten in Gemeinschaftsunterkünften. Ausnahmen werden daher nur in sehr engen Grenzen gewährt – beispielsweise wenn ein Bewohner im Sterben liegt.

Ebenfalls zum Schutz der Gäste wurde das Tagespflegeangebot bereits Anfang der Woche weitgehend eingestellt. Mittlerweile steht fest, dass nach einer Verfügung des Landes kein Versorgungsauftrag mehr besteht. Deshalb sind nun zum Schutz der Tagespflegegäste und der Mitarbeiter seit Freitag auch noch die letzten Standorte geschlossen. Alle betroffenen Familien werden informiert. „Für die betroffenen Familien ist das ein harter Einschnitt, die Gefahr ist aber bei der Tagespflege außergewöhnlich groß, weil an jedem Tag andere zusammen sind, sich diese Gruppen aber auch überlappen.

Ein einziger Covid-19 Fall könnte dadurch auf einen Schlag mehr als 50 alte und hochbetagte Menschen treffen. „Dieses Risiko wollen wir nicht eingehen“, heißt es von Seiten der ADK GmbH für Gesundheit und Soziales. Die Mitarbeiter sollen, wenn möglich, in den Pflegeheimen oder der in der ambulanten Pflege eingesetzt werden, wo sie dringend benötigt werden, nachdem die derzeit geltende Notbetreuung in den Schulen und Kindergärten laut ADK GmbH ihr erklärtes Ziel verfehlt, Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich arbeitsfähig zu halten.

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