Kaufmännische Schule informiert über ihr Angebot

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Schülersprecher Frederic Zimmermann (rechts im Bild) bei der Vorstellung des Physikraums.
Schülersprecher Frederic Zimmermann (rechts im Bild) bei der Vorstellung des Physikraums. (Foto: sz- hog)

Die Kaufmännische Schule in Ehingen hat am Mittwoch über ihr schulisches Angebot informiert. Der Andrang an Interessenten war sehr groß, als Schulleiter Tobias Kamm, sein Stellvertreter Walter Fuchs und der Leiter des Wirtschaftsgymnasiums Bruno Kellermeier referierten. Schülersprecher Frederic Zimmermann führte nach dem offiziellen Teil durch die Räumlichkeiten.

Die 74 Lehrkräfte umfassende öffentlich-rechtliche Schule mit knapp 40 Klassen und 800 Schülern unter der Trägerschaft des Alb-Donau-Kreises wurde von Schulleiter Tobias Kamm mit den Worten vorgestellt: „Wir kennen unsere Schüler noch.“ Er verwies auf kostenlose Äpfel und den Wasserspender in der Schule sowie WLAN in allen Räumen. Kostenfrei können Schüler mit dem i-Pad arbeiten, das zu Beginn des Schuljahrs ausgegeben wird. Im Laufe des Schuljahrs soll die Schule zudem superschnelles Internet erhalten.

Der stellvertretende Schulleiter Walter Fuchs informierte über die kaufmännischen Berufskollegs I und II und das kaufmännische Berufskolleg Fremdsprachen. Aufnahmevoraussetzungen sind jeweils der Abschluss einer Berufsfachschule, Realschule, Werkrealschule oder die Versetzung in die Klasse 10 beim G8-Gymnasium oder in die Klasse 11 beim G9-Gymnasium. Das kaufmännische Berufskolleg I hat zum Ziel, Grundkenntnisse im Bereich Wirtschaft und Verwaltung zu vermitteln. Dabei arbeiten die Schüler auch mit Unternehmenssoftware. Ein Drittel der Schüler kann in einer Übungsfirma das Erlernte praktisch anwenden. Hier bietet sich zum Beispiel die Möglichkeit der Präsentation auf einer Messe, im weißen Hemd und mit Krawatte. Das kaufmännische Berufskolleg II baut darauf auf. Das Berufskolleg Fremdsprachen hat die gleichen Inhalte mit anderen Schwerpunkten. So kommen zu den drei Stunden Englisch vier Stunden Wirtschaftsenglisch mit Schwerpunkt Geschäftskorrespondenz hinzu, ferner sechs Stunden Spanisch im ersten Jahr und sieben Stunden im zweiten. Außerdem vermittelt der Unterricht interkulturelle Kompetenzen. „Das bedeutet Verstehen fremder Sprachen und Kulturen, lehrt also ganz besonders nonverbales Verstehen“, so Fuchs.

Bruno Kellermeier stellte als Leiter des Wirtschaftsgymnasiums dieses Angebot der Kaufmännischen Schule vor. Nach einer Eingangsklasse folgen die beiden letzten Klassen, in denen die Schüler Punkte fürs Abitur sammeln. Das Abitur ist gleichwertig zum Abitur an einem regulären Gymnasium, wer ein Jahr vor Ende aussteigt, erwirbt ohne Prüfung die Fachhochschulreife. Das Abitur wird in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch abgenommen, hinzu kommen zwei weitere Fächer, vier der Prüfungen sind schriftlich, eine findet mündlich statt. Ein internationales Zusatzzertifikat bereichert den Abschluss bei Absolventen im Profil „Internationale Wirtschaft“. Zum Unterricht gehören auf jeden Fall Volks- und Betriebswirtschaft. Aufnahmevoraussetzung ist ein mittlerer Bildungsabschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 3,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik, wobei in jedem dieser Fächer mindestens die Note ausreichend erreicht sein muss. Möglich ist auch, vom Gymnasium nach der neunten (G8) oder zehnten (G9) Klasse zu wechseln.

In einem anderen Raum wurde die zweijährige Wirtschaftsschule vorgestellt. Abgeschlossen wird dieser Zweig mit der Fachschulreife. Interessenten müssen den Hauptschulabschluss oder Versetzung in Klasse 10 der Werkrealschule oder Realschule oder des Gymnasiums (G9) oder Klasse 9 (G8) haben. Oder sie haben ein Abgangszeugnis nach Klasse 9 der Realschule/Gemeinschaftsschule oder des Gymnasiums (G9) oder nach Klasse 8 (G8). Notwendig ist je ein Notendurchschnitt von mindestens 4,0 in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik.

Schülersprecher Frederic Zimmermann stellte die SMV und ihre Projekte vor und führte durch die Räume der Schule. Neben den Fachräumen für Physik, Biologie und Chemie zeigte er stolz den neu eingerichteten Aufenthaltsraum, der auch einen Kaffeeautomaten und eine Mikrowelle erhalten wird. „Physik ist viel Mathe, Bio ist viel Auswendiglernen, Chemie ist so dazwischen“, meinte Zimmermann.

Die Registrierung anhand der Halbjahresnoten findet im Internet statt unter www.schule-in-bw.de/bewo und wird am 1. März abgeschlossen. Dabei, so Kellermeier, sollte man sich an mehreren Schulen mit unterschiedlichen Prioritäten bewerben. Den Ausdruck müssen die Bewerber spätestens am 2. März bei der Schule der ersten Priorität abgeben.

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