Timo Kästle (rechts) trifft mit dem SSV Ehingen-Süd am Samstag auf seinen früheren Verein Olympia Laupheim.
Timo Kästle (rechts) trifft mit dem SSV Ehingen-Süd am Samstag auf seinen früheren Verein Olympia Laupheim. (Foto: SZ- mas)

Nach dem Derby zwischen dem SSV Ehingen-Süd und Olympia Laupheim findet eine öffentliche Pressekonferenz statt.

Die Rückkehr des FV Olympia Laupheim in die Fußball-Verbandsliga beschert dem SSV Ehingen-Süd ein noch in der vergangenen Runde vermisstes Nachbarschaftsduell: Ehingen-Süd und Laupheim treffen am Samstag, 15. September, in Kirchbierlingen aufeinander. Anpfiff ist um 17.30 Uhr. Sportlich hat das Derby einiges an Brisanz: Während der SSV nach Siegen an den ersten beiden Spieltagen zuletzt zweimal in Folge verlor, war es bei Laupheim genau umgekehrt; die Olympia verlor ihre ersten beiden Partien, ehe zwei Siege folgten – erst der 3:0-Heimsieg gegen Wangen und vor einer Woche ein beachtliches 2:0 in Essingen.

Mit dem Sieg beim Meisterschaftsanwärter Essingen hinterließen die Laupheimer ihre erste große Duftmarke in der laufenden Verbandsliga-Saison und überflügelten in der Tabelle auch den SSV Ehingen-Süd, bei dem am vergangenen Wochenende eine andere Stimmung vorherrschte. 1:5 hatte der SSV sein erstes Auswärtsspiel der Saison verloren, es war die zweite Niederlage nach dem 1:2 gegen Essingen und – nimmt man das Drittrundenspiel im Verbandspokal gegen Albstadt (1:3) hinzu – die dritte Pflichtspielniederlage in Folge.

Die Gründe dafür seien „nicht so ganz ausfindig zu machen“, sagt Trainer Michael Bochtler. „Vielleicht waren wir uns nach der guten Vorbereitung und den positiven Ergebnissen zum Rundenstart und in den ersten Pokalspielen etwas zu sicher, dass wir eine gute Runde spielen würden“, so Bochtler. Doch war er mit dem Auftritt der Mannschaft in den ersten Verbandsliga-Partien gegen Wangen (3:1) und Tübingen (3:2) trotz der Siege auch nur teilweise zufrieden. „Fußballerisch waren wir nicht gut.“

Viele Zweikämpfe im Training

Zuletzt gegen Leinfelden-Echterdingen vermisste Michael Bochtler bei seinen Spielern den letzten Biss und die Robustheit und bemängelte das Zweikampfverhalten. Entsprechend gestalteten sich die Übungseinheiten in der Woche vor dem Derby, intensiv habe man trainiert und die „Zweikämpfe forciert“, so Bochtler. „Wir haben von außen stark auf das Team eingewirkt, dass es eine Schippe drauflegen muss“, sagt der Trainer, der mehr Entschlossenheit fordert. Die Spieler zogen mit, Bochtler war mit dem Einsatz in der Trainingswoche sehr zufrieden. „Die Einstellung hat gepasst.“

Offen ließ Bochtler, ob er gegenüber dem Spiel am vergangenen Wochenende die Grundformation seiner Mannschaft ändern wird oder nur die Startelf auf einzelnen Positionen. Er habe eine Idee, „mit der wir gut fahren werden“, so der Trainer, der sich aber im Vorfeld der Partie bedeckt hält. Zur Verfügung stehen ihm die Spieler, die auch schon gegen Leinfelden-Echterdingen im Kader waren – mit Ausnahme von Georgios Sarigiannidis, der nur am Montag trainiert hat und danach grippekrank ausfiel. Weiterhin nicht dabei sind Lukas Schick, Daniel Maier, Daniel Haas und Philipp Schleker. Zur Verfügung steht dagegen wohl der Ex-Laupheimer Timo Kästle, der in Echterdingen verletzt ausgewechselt werden musste und auch das Training am Montag abbrach. „Dienstag und Donnerstag hat er aber normal trainiert“, rechnet Bochtler damit, dass der Linksverteidiger einsatzfähig sein wird.

„Gut eingespielter“ Gegner

Kästle wird gegen seinen früheren Verein besonders motiviert sein, wobei dies für alle Spieler gelten dürfte, denn Nachbarschaftsduelle sind für Süd in der Verbandsliga eine Ausnahme. „Alle werden spielen wollen. Es ist ein Derby, dennoch geht es auch gegen Laupheim nur um drei Punkte“, sagt Bochtler, der auf den dritten Saisonsieg hofft. „Wir sind gut beraten, die drei Punkte zu holen.“ Doch leicht wird es nicht, Michael Bochtler hat den Gegner am ersten Spieltag gegen Hollenbach (1:2) beobachtet, er spricht von einer „kompakten und stimmigen Mannschaft“ mit vielen verbandsligaerfahrenen Spielern. Dass Laupheim bisher in vier Spielen erst drei Gegentore hinnehmen musste, „deutet darauf hin, dass Laupheim gut eingespielt ist“.

Nach dem Derby zwischen dem SSV Ehingen-Süd und Olympia Laupheim findet eine öffentliche Pressekonferenz statt.

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