Instrumente testen auf dem Bolzplatz - statt im Musikerheim

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Die Kirchbierlinger Musiker erklären den interessierten Kindern die verschiedenen Instrumente – wie hier das Tenor- sowie das Ba
Die Kirchbierlinger Musiker erklären den interessierten Kindern die verschiedenen Instrumente – wie hier das Tenor- sowie das Baritonhorn. (Foto: sZ- Schuster)
Marlena Schuster

Trotz der Umstände hat der Musikverein Kirchbierlingen auch in diesem Jahr seine Suche nach talentiertem Nachwuchs fortgesetzt. Aufgrund der sinkenden Zahl an Neuanmeldungen sei dies sehr wichtig, hieß es bei der Nachwuchssuche – die in dieser Form neu war. Normalerweise planen die Mitglieder des Kirchbierlinger Musikvereins mit einer kleinen Vorstellungsrunde drinnen im Musikerheim. Durch die Corona-Verordnungen beschränkt, musste der Verein umdisponieren.

Bolzplatz statt Musikerheim

Als neuen Veranstaltungsort haben die Mitglieder den Bolzplatz neben dem Musikerheim ausgewählt. Dort waren in einem Kreis mit großen Abständen Biertische aufgestellt hinter denen sich ein bis zwei Musiker mitsamt Instrument befanden. „Erst dachten wir, dass wir unsere jährliche Aktion vielleicht ausfallen lassen müssen. Aber jetzt haben wir eine Lösung gefunden, wie es auch mit den Corona-Regeln klappt“, so Alica Schick, die Jugendleiterin im Kirchbierlinger Musikverein ist.

Suche äußerst wichtig

Der ganze Jugendausschuss pflichtet Schick bei, dass die Nachwuchssuche auf jeden Fall stattfinden soll, da diese für den Verein sehr wichtig sei. Zwar geht der Trend der Neuanmeldungen mittlerweile eher nach unten, doch trotzdem nimmt der Musikverein jedes Jahr zwischen drei und fünf musikbegeisterte Kinder und Jugendliche auf.

Kleine Einlage

„Diejenigen, die sich neu anmelden, sind eigentlich alle auch immer bei unserem Schnuppertag“, so Schick. Die Kinder, die den Musikverein auf den Bolzplatz besuchten, hatten die Möglichkeit, sich alle Instrumente genau anzuschauen und auch mal in die Hand zu nehmen. „Es ist schon ein bisschen schade, da durch Corona die Kinder die Instrumente nicht direkt ausprobieren können. Aber immerhin können die Kinder sich trotzdem ein Bild von den Instrumenten machen. Wenn man möchte, bekommt man sogar ein kleines Ständchen auf dem Instrument vorgespielt“, erklärte Schick, Jugendleiter Jonas Ried stimmte ihr zu. Die kleinen und auch großen Besucher hatten die Möglichkeit, eine von der Bläserjugend vorbereitete Instrumenten-Ralley zu absolvieren und bekamen im Gegenzug ein kleines Geschenk.

Schritt für Schritt im Verein

Wenn ein Kind sich im Musikverein anmeldet, fängt es zuerst mit der Registerausbildung an. Das bedeutet, es bekommt Musikunterricht mit dem Instrument seiner Wahl. Nach einem Jahr kann man in die Jugendgruppe kommen. Hier erfahren die jungen Musiker und Musikerinnen zum ersten Mal wie es ist, in einer Gruppe zusammen Musik zu machen. Nach zwei Jahren ergibt sich die Chance, in die Jugendkapelle des Musikvereins von Kirchbierlingen zu kommen. „Der letzte Schritt ist dann noch zu den Aktiven zu kommen. Das macht man in der Regel in dem Jahr in dem man volljährig wird“, erklärt Schick.

Die ganze Bläserjugend ist froh, dass sich trotz Corona noch eine solch gute Lösung der Nachwuchssuche gefunden hatte und sie hoffen, bald viele neue junge Gesichter begrüßen zu dürfen.

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