In Nasgenstadt regieren wieder die Narren

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Die Landjugend Nasgenstadt und die Nesselweiber betreiben die Bar in der alten Schule.
Die Landjugend Nasgenstadt und die Nesselweiber betreiben die Bar in der alten Schule. (Foto: Schuster)
Marlena Schuster

Die närrische Ausgrabung hat am Freitagabend wie jedes Jahr in Nasgenstadt stattgefunden. Los ging es mit einem Umzug von der alten Schule bis zum Rathaus. Doch es war kein gewöhnlicher Umzug, denn die Narren hielten Fackeln in ihren Händen und beleuchteten somit den dunkeln Weg.

Dass der Umzug keinem Trauerzug ähnelte, dafür sorgte unter anderem die musikalische Umrahmung. Wie jedes Jahr spielte die Lumpenkapelle ihre Fasnetsklänge mit Trompete, Trommel und Tuba. Am Rathaus angekommen, wurde durch die Nasgenstadter Nesselweiber und Tschembala mithilfe von lärmendem Getöse der Zuschauer der traditionelle Narrenbaum aufgestellt. Nachdem diese Prozedur durch einige starke Narren erfolgreich gemacht worden war, wurde das Rathaus gestürmt. Die sich darin befindende Ortsvorsteherin Heike Heinrich wurde hinausgezerrt und in die Fittiche der Narren genommen.

Mit nicht allzu traurigen Blicken gab sie sich geschlagen und übergab ihren Rathausschlüssel an die umstehenden Narren. Somit ist sie jetzt bis zum Aschermittwoch ihres Amtes enthoben worden. Nach den traditionellen Zeremonien herrschte buntes Treiben in den Gassen von Nasgenstadt. Die Nesselweiber betrieben zusammen mit der Landjugend von Nasgenstadt in der alten Schule eine Bar, inklusive Raum für freies Ausleben des Narrendaseins. In einem Zelt der Feuerwehr wurden die Gäste bewirtet. Wer fror, konnte sich hier mit einem Quittenglühmost aufwärmen. Auch die Tschembala hatten ihr eigenes Partyzelt und so war in dem kleinen Dorf mit drei Partyorten richtig was geboten. Die Nasgenstadter freuen sich auch besonders über die acht befreundeten Zünfte, die zur Ausgrabung kamen. Doch auch viele Nicht-Hästräger kamen, um die Spektakel zu hautnah mitzuerleben oder einfach um zu festen und die Fasnet beginnen zu lassen.

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