In Kirchen heißt’s für Narren: de Zenka ra

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Barbara Körner

Dicht gedrängt standen die Zuschauer am Straßenrand, als die muntere Narrenschar, angeführt von dem früheren Ortsvorsteher Willibald Dreher im Büttelhäs mit dem Narrensamen der Ehinger Büttel, den Umzug in Kirchen anführte. Die Muckenspritzer mit dem Spielmannszug folgten mit flotten Fasnetsklängen. Lauter wilde Indianer kamen aus dem Kindergarten St. Martinus. Und dann stürmten die Bürgeleshexen den Zenka ra, um Nachwuchs muss es denen nicht bang sein, „Kinderwagen an Kinderwagen“, kommentierte Ansager Dietmar Betz. Die großen Hexen formierten sich zu einer ersten viel umjubelten Pyramide.

„Glücklicherweise ist die Brunnenstraße rechtzeitig fertig geworden“, sagte Betz und begrüßte als Ehrengäste den Oberbürgermeister Alexander Baumann, Bürgermeister Sebastian Wolf, den Landtagsabgeordneten Manuel Hagel sowie Ortsvorsteher Alfred Schrode, den kirchlichen Beistand erhofften sich die Narren von Steffen Vogt und dem früheren Ehinger Stadtpfarrer Franz Glaser.

Warm wurde es den Umzugsbesuchern, als die Musikkapelle Kirchen ihnen ordentlich einheizte. Ganz entzückend wie schon beim Ehinger Kinderumzug die Löwenzahne und Pusteblumen vom Kindergarten St. Elisabeth in Ehingen.

Für die Ehinger Narrenzunft Spritzenmuck ist der Umzug in Kirchen immer eine gute Gelegenheit, sich für den eigenen Narrensprung am nächsten Tag warmzulaufen. Kügele, Muckenspritzer mit Spritzenmuck, Dämonen und Hexen, sie alle waren zu den Narrenfreunden nach Kirchen gekommen. Eine veritable Weltraumrakete war bei den Sportfreunden konstruiert worden. Eine darin integrierte Bar, aus der die Astronauten die Zuschauer gern und reichlich bedienten, gehörte dazu. Der Musikverein Dächingen unterhielt mit Narrenmärschen. Flotte Bienen waren aus einem Bienenkorb beim Skiclub Kirchen ausgeflogen und summten durch die Brunnenstraße. Bärenjäger kamen aus Griesingen und erlegten vor den Zuschauern einen Bären. Die Ausbilder und Mitglieder vom Hundeausbildungszentrum Kirchen hatten sich selbst ein Hundefell übergezogen, nur gebellt haben sie nicht. Affen folgten ihnen auf dem Fuß. Einen ohrenbetäubenden Lärm machten die Ratscha-Rätscha aus Kirchen, die nur beim heimischen Umzug mitlaufen. Ziemlich Schlagseite hatten die sieben Schwaben, brachten es aber dennoch fertig, dass einer an ihrem Speer hochkletterte. Super wie immer kostümiert die Grashüpfer Kirchen, diesmal erforschten sie die Unterwasserwelt. Saubach-Gugga bildeten den musikalischen Schlusspunkt des Umzuges, die Eschengoischdr aus Ehingen den närrischen.

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