In der Frankenhofener Kirche ertönt Musik im Advent

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Der Musikverein Frankenhofen musizierte in der Kirche.
Der Musikverein Frankenhofen musizierte in der Kirche. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Großen Anklang hat das einstündige Konzert „Musik in den Advent“ des Musikvereins Frankenhofen am Sonntagabend gefunden. Die St.-Georg-Kirche war wie immer voll besetzt.

Weihnachtslieder dürfen durchaus schon am Beginn des Advents erklingen, wenn sie so schön vorgetragen werden wie vom Musikverein Frankenhofen. Josef Uhl hatte für sein leistungsfähiges Blasorchester wieder das passende Programm aus Arrangements diverser Stilrichtungen ausgewählt.

Klangprächtig erscholl zu Beginn „Joy to the World“ mit dem Einleitungsmotiv des Chorsatzes „Lift up your heads“ aus Georg Friedrich Händels Oratorium Messias. Das freudebetonte und triumphale Lied ist die meist publizierte Weihnachtshymne in Nordamerika und versetzt auch hierzulande das Publikum in die richtige Stimmung. Ganz im deutschen Sprachraum verwurzelt ist der von Philip Sparke in differenzierter Registrierung für Blasmusik arrangierte lateinische Wechselgesang „Quem pastores laudavere“ auf Valentin Trillers Melodie von 1555. Dazu kontrastierte das fröhlich swingende Lied „Rudolph, the Red-Nosed Reindeer“ aus neuerer Zeit. Zurück zu adventlicher Besinnung führte eine Adventsfantasie mit „Macht hoch die Tür“, „Maria durch ein’ Dornwald ging“ und „O Bethlehem, du kleine Stadt“. Den Blick auf das Christgeburtsfest öffnete der Choral „Ich steh an deiner Krippen hier“ aus dem sechsten Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium.

Die mit schneebedecktem Landschaftszauber verbundene Vorstellung von Weihnachten auf der nördlichen Erdhalbkugel bediente Irving Berlins zu Herzen gehender Schlager „I'm Dreaming of a White Christmas“. In süßen Klängen lag der Trost des im Armeleutemilieu angesiedelten österreichischen Wiegenlieds „Aber heidschi, bumbeidsch“. Längst als Weihnachtslied eingebürgert ist das von John Lennon und Yoko Ono zum Prostest gegen den Vietnamkrieg gedichtete „Happy Christmas“. Den Schluss zierten die deutschen Lieder „O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“ und „Süßer die Glocken nie klingen“. „Stille Nacht“ bildete die zeitlich vorweggenommene Zugabe.

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