Handwerkliches Projekt zweier Schulen

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Die vier Schüler der Schmiechtalschule (r.) freuen sich über die Abwechslung. Unterstützt werden sie von Schülern und Lehrern de
Die vier Schüler der Schmiechtalschule (r.) freuen sich über die Abwechslung. Unterstützt werden sie von Schülern und Lehrern der Gewerblichen Schule. (Foto: SZ- Prandl)

In diesen Tagen wird die Kooperation zwischen der Schmiechtalschule und der Gewerblichen Schule Ehingen wieder mit Leben gefüllt. Wie jedes Jahr stellen Schüler beider Einrichtungen etwas gemeinsam handwerklich her. Waren es im vergangenen Jahr Cajons, so sind es heuer Motorikschleifen.

In der Werkstatt der Gewerblichen Schule ist am Montag einiges los: In drei Gruppen tun sich Schüler zusammen, um die Motorikschleifen aus Kupfer herzustellen. Während die einen gerade Kupferrohre mit dem Meterstab abmessen, beugen sich die anderen konzentriert über ihr Objekt, um verschiedene Stücke miteinander zu verbinden.

Ganz konzentriert hält Falco aus der Schmiechtalschule einen großen Lötkolben an die Verbindungsstücke. Daniel und Jan von der einjährigen Berufsfachschule der Gewerblichen Schule helfen ihm hin und wieder etwas, sagen, in welchem Winkel er am besten stehen soll und halten den Lötzinn an die richtigen Stellen. „Das ist toll, das ist gut“, sagt Falco, dem die Arbeit sichtlich Spaß macht. Es sei das erste Mal, dass er lötet. Ob ihm die beiden Schüler auch gut zur Seite stehen? Falcos Reaktion – zwei Daumen nach oben – sagt alles.

„Die Schüler freuen sich darauf“, sagt Klaus Romer, Lehrer an der Schmiechtalschule. „Die Zusammenarbeit funktioniert immer sehr gut und sie freuen sich auf das neue Umfeld, mal etwas anderes zu sehen.“ Vier Schüler vom sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum aus der Berufsschulstufe sind beim Projekt dabei.

Das Geschicklichkeitsspiel funktionert am Ende elektronisch. Berührt man die Bahn, gibt es ein akustisches oder ein Leuchtsignal. Eine der fertigen Motorikschleifen geht an die Schmiechtalschule, „für unser Herbstfest, wo es unterschiedliche Stationen gibt“, erklärt Romer. Eine zweite geht an die Sparkasse, als Dank, dass sie das Projekt schon seit mehreren Jahren finanziell unterstützt. „Die dritte ist für den Vorrat“, sagt Marcus Bund von der Gewerblichen Schule, der das Projekt vor sieben Jahren initiiert hat. Neben der gemeinsamen Arbeit gehe es bei dem Projekt um das gegenseitige Kennenlernen der Schüler und ihrer Einrichtungen. In der kommenden Woche werden die Schüler der Gewerblichen Schule die Schmiechtalschüler besuchen, um die Objekte fertigzustellen.

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