Handballer verlieren beim Schlusslicht

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Lucas Fiesel kam wieder zum Einsatz.
Lucas Fiesel kam wieder zum Einsatz. (Foto: SZ-Archiv mas)
Leiter Lokalredaktion Ehingen

Die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen haben am Samstagabend beim HCB Lauterach einen gebrauchten Tag erwischt. Denn beim bis dato Tabellenletzten der Liga hagelte es für die TSG eine 21:27-Niederlage, die laut Trainer Winfried Biberacher mehr als vermeidbar gewesen wäre.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt – diese Floskel ist nahezu perfekt auf das Spiel der TSG Ehingen in Lauterach anzuwenden. Denn die Ehinger starteten exakt so, wie sie sich es vorgenommen hatten gegen einen Gegner, der eigentlich schlechter ist. Schnell führten die Ehinger durch Tim Biberacher und Oskar Bachner mit 2:0 in der Fremde, zogen nach rund sechs Minuten auf 5:1 und 6:2 davon – das Spiel schien seinen Lauf zu nehmen. Doch dann kamen die Gastgeber immer besser in die Partie und kämpften sich heran. Der Ehinger Vorsprung schmozs, ebenso wie der Glaube der Ehinger Spieler an den Sieg. Nach exakt elf Minuten und elf Sekunden glichen die Lauteracher erstmals in der Partie zum 7:7 aus und gingen eine Minute später mit dem 8:7 erstmals in Führung. Eine Führung, die bis zum Ende des Spiels nicht nur Bestand hatte, sondern schlussendlich auf sechs Tore Unterschied ausgebaut wurde.

„Ich habe schon im Vorfeld gesagt, dass das ein hartes Spiel werden wird. Die Lauteracher haben viele Spieler aus der Versenkung geholt und den Trainer gewechselt. Das war nicht mehr die Mannschaft aus dem Hinspiel“, machte Ehingens Trainer Winfried Biberacher deutlich. Doch auch die Truppe, die Biberacher zur Verfügung hatte, war nicht jene aus dem Hinspiel. Lediglich zwei Bankspieler und einen Torwart hatte Biberacher in der Hinterhand – groß wechseln konnte der Ehinger Coach also nicht. „Wir hanne gut angefangen, hatten ein gutes Tempo und gute Spielzüge“, sagte Biberacher, der nach einem Jahr Verletzungspause wieder auf Lucas Fiesel zählen konnte. „Es war gut, dass Lucas dabei war. Wir haben aber auch gemerkt, dass ihm Spielpraxis fehlt. Bei manchen Abläufen kam er zu spät, was aber ganz normal ist“, so Biberacher, der Fiesel allerdings auch nicht verheizen wollte und ihm deswegen entsprechende Auszeiten einräumte.

Allgemein sah Biberacher bei seiner Mannschaft ein konditionelles Problem. „Dann kam noch hinzu, dass Tim Biberacher zwei mal umknickte und am Schluss nicht mehr eingreifen konnte“, erklärte der Trainer, den aber am meisten nervte, dass seine Jungs satte 19 Fahrkarten geworfen haben. „Irgendwie steht dieses Spiel auch exemplarisch für die ganze Saison“, sagte Biberacher, der damit die vielen Aufs und Abs seiner Mannschaft meinte.

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