Haftbefehl wegen versuchten Mordes: Brandstifter sitzt in Untersuchungshaft

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 Das brennende Moped
Das brennende Moped. (Foto: pr)
Leiter Lokalredaktion Ehingen
Schwäbische Zeitung

Nach einem Brand am Dienstag in der Pfisterstraße in Ehingen hat die Polizei einen 48-Jährigen festgenommen. Er sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Wie die Behörden mitteilen, wurde der Rettungsleitstelle gegen 21.15 Uhr ein Fahrzeugbrand in der Pfisterstraße gemeldet. Die Feuerwehr kam schnell und löschte den Brand. In Flammen stand zu dieser Zeit zunächst ein Moped, das an einem Gebäude stand.

Das Feuer griff auf die Fassade und die Dämmung über und zog nach oben. Rauch drang ins Haus. Nach Einschätzung der Feuerwehr stand das Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl unmittelbar bevor.

Ein Zeuge hatte den Brand gesehen und schnell gehandelt. Der Mann betätigte den Notruf und klingelte die schlafenden Bewohner aus dem Haus.

Brennendes Moped mit Feuerlöscher bekämpft

Einer der ersten am Einsatzort war Michael Mouratidis, Einsatzleiter der Ehinger Wehr. „Ich war in der Nähe, als der Alarm runterging. Deswegen bin ich gleich hingefahren und haben das brennende Moped mit dem Feuerlöscher aus meinem Auto bekämpft. Das Moped stand lichterloh in Flammen“, betont Mouratidis.

Er macht ebenfalls deutlich, dass ein Übergreifen der Flammen auf den Dachstuhl des Hauses „verheerende Folgen“ gehabt hätte. Zudem haben die Bewohner schnell gehandelt und sind aus dem Haus gegangen.

Die abgebrannte Wand.
Die abgebrannte Wand. (Foto: pr)

Nach umfangreichen Ermittlungen der Polizei steht ein 48-Jähriger im Verdacht, das Moped mit einem Brandbeschleuniger überschüttet und angezündet zu haben. Das Motiv des Verdächtigen ist noch unklar.

Wenige Stunden nach der Tat folgt die Festnahme

Wenige Stunden nach der Tat nahm die Polizei den Verdächtigen in Ehingen fest. Noch am Dienstag führten die Ermittler den Mann dem zuständigen Haftrichter beim Amtsgericht Ulm vor.

Der erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl wegen schwerer Brandstiftung und versuchtem Mord in vier tateinheitlichen Fällen, weil er durch den Brand quasi in Kauf genommen habe, dass Menschen in dem Haus sterben könnten.

Der Verdächtige sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

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