Großelternakademie referiert über Verhältnis zu Enkeln

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Marianne und Reinhard Kopp beraten Großeltern.
Marianne und Reinhard Kopp beraten Großeltern. (Foto: SZ- kurt efinger)

Opa und Oma lieben kleine Enkel sehr und sind für Jugendliche begehrte Ansprechpartner, wenn Eltern Schwierigkeiten machen. Wie man sich als Großeltern richtig verhält, erklärten Marianne und Reinhard Kopp von der Großelternakademie am Dienstag 48 Besucherinnen des Frauenfrühstücks im Franziskanerkloster.

„Ich sitze auf dem Sofa und habe nichts an“, antwortet Großmutter auf die telefonische Frage des Enkels, was sie gerade tue. Auf „Wie bitte?“ folgt als Erklärung „kein Radio, keinen Fernseher und keinen Computer“. „Ach so“, gibt sich der junge Mann beruhigt. Schlagfertiger Witz stabilisiert den Kontakt unter Auslassung der Zwischengeneration. Empathie und etwas Fantasie von Seiten der Jugend ist gefragt, wenn Oma von sich gibt: „Opa hat jemand nebenbei zu laufen.“ Das kann der Junge vielleicht verstehen, dem Opa verzeihen aber nie, was er der lieben Oma damit antut. Die Zuhörerinnen im Franziskanerkloster reagieren höchst amüsiert ob der originellen Beschreibung eines Seitensprungs. Mit viel Humor aber auch großer Ernsthaftigkeit gehen der pensionierte Pastor und die ehemalige ehrenamtliche Lebensberaterin die Weitergabe von Lebensklugheit an die übernächste Generation an, ohne die direkte Nachfolge abzuwerten.

„Wenn Sie gute Enkel aufbauen wollen, seien Sie nett zu ihren Kindern“, lautet der Rat an künftige Großeltern. „Unheilvolle Kreisläufe zu durchbrechen, tut der Familie gut“, lautet ein Rat zur Vermeidung früher üblicher Autoritätsanmaßung. Zwölf Rechte der Großeltern entfalten sich nacheinander, wenn man das angebotene Zündholzschächtelchen aufzieht. Es ist wahrlich keine alte Schachtel, die da ihre Weisheit von sich gibt.

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