Große Personalsorgen beim Verbandsligisten Ehingen-Süd

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 Noah Gnandt (r.) ist zurück im Kader des SSV Ehingen-Süd, der aber nicht groß ist für das Spiel am Samstag in Nagold.
Noah Gnandt (r.) ist zurück im Kader des SSV Ehingen-Süd, der aber nicht groß ist für das Spiel am Samstag in Nagold. (Foto: SZ- mas)

Nach Laupheim und Löchgau trifft der SSV Ehingen-Süd mit dem VfL Nagold am achten Spieltag der Fußball-Verbandsliga schon zum dritten Mal auf einen Aufsteiger. Anpfiff in Nagold ist am heutigen Samstag, 6. Oktober, um 18 Uhr. Anders als bei den Spielen gegen Laupheim (4:1) und in Löchgau (2:1) haben die Kirchbierlinger große Personalsorgen. Stand Freitag „werden wir mit zwölf Feldspielern nach Nagold fahren“, sagt SSV-Trainer Michael Bochtler.

Die Begegnung mit Rutesheim (0:0) am vergangenen Wochenende hat die Personallage beim SSV Ehingen-Süd noch verschärft. Zu den ohnehin mehr als einem halben Dutzend verletzten Spielern kamen zwei Sperren hinzu. Kapitän und Verteidiger Jan Deiss handelte sich gegen Rutesheim die Gelb-Rote Karte ein und verpasst die Partie in Nagold, während Offensivmann Timo Barwan wegen groben Foulspiels nur die Rote Karte sah und insgesamt drei Spiele pausieren muss. „Das tut uns weh“, sagt Bochtler. Aufgrund der Qualität der beiden Spieler und weil sich das Aufgebot verringert. Zwar ist Noah Gnandt, der gegen Rutesheim gefehlt hatte, wieder dabei, doch die Hoffnung auf die Rückkehr von Aaron Akhabue, der gegen Rutesheim nach einem Arbeitsunfall ausfiel, scheint sich nicht zu erfüllen. „Er fällt wohl noch aus“, so Bochtler. Außerdem muss der Trainer auf Daniel Weber, in der Vorwoche berufsbedingt verhindert, vermutlich wegen einer Zerrung verzichten.

Spieler aus der „Zweiten“ mitzunehmen, ist an diesem Wochenende auch nicht einfach. „Die zweite Mannschaft ist am Sonntag auch sehr knapp besetzt“, sagt Bochtler, der den jungen Jonas Striebel, der auf der Außenbahn eingesetzt werden kann, mitnehmen wollte. Doch Striebel ist am Samstag privat verhindert. „Es ist eine sehr heikle Situation“, so der Trainer.

Michael Bochtler hadert aber nicht groß mit der Situation. „Wir müssen es nehmen, wie es ist.“ Außerdem kam Personalknappheit auch in der Vergangenheit immer wieder vor. Außerdem werde man eine starke Mannschaft aufs Feld bringen, so der Trainer. „Und wir wollen aus Nagold auch was mitnehmen.“

Leicht wird die Aufgabe aber nicht. Der Aufsteiger aus Nagold hat einen ordentlichen Start hinter sich und von seinen bisher sieben Spielen erst eines verloren (0:2 am fünften Spieltag in Tübingen), allerdings auch schon viermal unentschieden gespielt. Auffällig: Torreich waren die Spiele mit Beteiligung des VfL Nagold bisher nicht, sieht man vom 3:1 am vergangenen Wochenende gegen Löchgau ab. Vor dieser Partie hatte Nagold an sechs Spieltagen gerade einmal sechs Treffer erzielt, was Bochtler mit dem Abgang von Daniel Schachtschneider vor der Saison zum FV Ravensburg und dem Ausfall des verletzten Pascal Reinhardt erklärt.

Bochtler rechnet dennoch mit einem Gegner, bei dem die Aufstiegseuphorie noch anhält, doch er rechnet auch mit einem ganz anderen Spiel als zuletzt gegen Rutesheim. Diese Partie endete zwar 0:0, aufgrund der Chancen waren aber auch gut und gerne vier oder fünf Treffer möglich. „Ein solches Offensivspektakel erwarte ich in Nagold nicht.“

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