Grüne fordern „mehr“ Nachhaltige Stadt

Lesedauer: 3 Min
Für den Alb-Donau-Kreis kandidieren, auf unserem Foto von links nach recht: Sabine Jörg, Granheim, Hubert Dangelmaier, Rißtissen (Foto: vf)
Schwäbische Zeitung
Leiter Lokalredaktion Ehingen

Bei der Nominierungsversammlung der Ehinger Grünen für die Kommunalwahl am 25. Mai (die SZ berichtete aktuell) haben die Mitglieder auch die Liste für den Kreistag erstellt. Auf Platz eins steht die frühere Grünen-Chefin im Gemeinderat, Angela Scheffold.

Bei der Nominierungsversammlung in der Ehinger Rose ergriff zu Beginn der 57-jährige Hubert Dangelmaier aus Rißtissen das Wort, um seine Mitglieder auf die Themen der kommenden Wochen einzuschwören. Zentrales Thema der Grünen soll das Projekt Nachhaltige Stadt – Wirtschaftsstandort Ehingen sein, bei dem es laut Dangelmaier noch Nachholbedarf gebe. „Prinzipiell stehen wir Grünen positiv zu diesem Projekt. Dass in dem Ehinger Leitbild steht, dass bis zum Jahr 2025 rund 60Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden soll, finden wir gut. Das sind Dinge, für die wir Grünen seit Jahrzehnten immer belächelt wurden“, sagte Dangelmaier im Rosenstadel. Dangelmaier selbst habe seit 32 Jahren eine Solaranlage auf dem Dach. „Wir waren oft unserer Zeit voraus“, so der Rißtissener. Für ihn fehle jedoch beim Projekt der Nachhaltigen Stadt der ökologische Aspekt. „Der Flächenfraß in der Region nimmt immer mehr zu. Die Stadt muss hier was tun. Die vielen Bauvorhaben sollten nicht nur in die Fläche gehen. Deshalb muss die Stadt Altbau-Standorte attraktiver machen“, betonte Dangelmaier. Eine Lösung, so Dangelmaier, wäre, dass die Stadt die Grundsteuer an Altbaustandorten senkt. Sprich: Wer innerorts auf bereits versiegelter Fläche baut, müsse weniger Grundsteuer zahlen, als beispielsweise in einem Neubaugebiet.

Die Flächen schonen

„Wir müssen mit unserer Fläche einfach schonender umgehen. Das heißt nicht, dass wir den Hausbau verbieten wollen“, so Dangelmaier weiter. Auch das Thema Windkraft liege dem Grünen aus Rißtissen am Herzen.

„Vor zwei Jahren wurden im Windatlas elf Gebiete im Raum Ehingen als mögliche Standorte ausgewiesen. Dann hat der Gemeinderat den Beschluss gefasst, dass der Standort zwischen Liebherr und Altsteußlingen nicht infrage kommt. Hinzu kamen Stellungnahmen der Bundeswehr, die weitere Standorte verhinderten. Wenn es nach uns geht, sollte der Gemeinderat diesen Beschluss nochmals überdenken und gegebenenfalls neu fassen“, sagte Dangelmaier bei seinem Rundumschlag.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen