Glocker-Turnier: Wunsch nach strafferem Programm

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14 Mannschaften waren im vergangenen Jahr beim Hallenfußballturnier um den Glocker-Cup in der neuen JVG-Halle dabei, 2019 sind es noch zwölf. Die Folge davon ist, dass der Veranstalter TSG Ehingen nicht mehr ein ganzes Wochenende für das Turnier veranschlagt, sondern alle Spiele auf einen Tag legt.

Dadurch ergeben sich Änderungen: Nach der Vorrunde gab es im vergangenen Jahr noch eine Zwischenrunde, die nun ersetzt wird durch ein Viertelfinale. Die K.-o.-Runde wird somit eine Stufe früher eingeläutet, denn im Vorjahr begann die Endrunde erst mit dem Halbfinale. Außerdem wird die Spielzeit verringert, von zwölf auf zehn Minuten. Der Wunsch, das Programm zu straffen, sei auch von den Mannschaft gekommen, sagt Stefan Nothacker, bei den TSG-Fußballern für Sponsoring und Turniere zuständig.

„Man könnte den Glocker-Cup auch künstlich auf zwei Tage ausdehnen können“, so Nothacker. „Und bei einem größeren Teilnehmerfeld bietet es sich auch an.“ Nicht aber bei nur zwölf Teams, wobei die TSG Ehingen gleich drei Mannschaften stellt – eine setzt sich aus Spielern des Bezirksliga-Teams zusammen, die andere aus Spielern der „Zweiten“ und die dritte aus A-Junioren, die dafür eine Genehmigung vom Verband erhielten. Dafür sind andere Vereine diesmal nicht dabei – wie etwa der Vorjahresvierte Türkgücü Ehingen, der nach Worten von Spielertrainer Tzafer Moustafa aus Angst vor Verletzungen nicht teilnimmt und auch das Turnier in Allmendingen abgesagt hätte, wenn man dort nicht Titelverteidiger gewesen wäre. Das Interesse im Raum Ehingen ist also gesunken, zudem ist in der weiteren Region am Wochenende angesichts von Hallenturnieren in Biberach, Blaustein und Wiblingen die Konkurrenz groß.

Es gibt weitere Änderungen beim Glocker-Cup 2019 gegenüber 2018. Im vergangenen Jahr waren vom Württembergischen Fußballverband mehr Elemente vom Futsal vorgeschrieben – wie Gelbe und Rote Karten oder die begrenzte Zeitdauer, die Torhüter den Ball halten dürfen. Aufgrund der Rückmeldungen nicht nur von der TSG Ehingen, sondern auch von anderen Turnierausrichtern in Württemberg, lässt der WFV den Veranstaltern von Privatturnieren nun wieder die Wahlfreiheit. Beim Glocker-Turnier 2019 werde es wieder Zeitstrafen und keine Gelben oder Roten Karten geben, sagt Stefan Nothacker. „Dass es letztes Jahr keine Zeitstrafen gab, kam bei den Mannschaften nicht so gut an.“ Eine Zeitstrafe habe bei Zweikämpfen doch eine abschreckendere Wirkung als eine Gelbe Karte.

Unverändert wird in Ehingen dagegen mit dem Futsal-Ball gespielt. Die Meinungen darüber seien zwar geteilt, sagt Nothacker. Doch bei vielen Spielern kommt der kleinere und sprungreduzierte Ball gut an. Auch beim Knab-Turnier vergangene Woche in Allmendingen, bei dem anders als in Ehingen auch mit einer Rundumbande gespielt wird, kam auch diesmal der Futsal-Ball und nicht der normale Fußball zum Einsatz.

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