Gewitter stört Weinfest nur wenig

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Gemütliches Weinfest im Jugendheim.
Gemütliches Weinfest im Jugendheim. (Foto: SZ-: Körner)

Ein lauschiges Weinfest im idyllischen Pfarrhausgarten hätte es werden sollen. Hübsche Lämpchen überall sollten für eine feenhafte Beleuchtung sorgen, doch das Gewitter pünktlich zum Festbeginn machte der evangelischen Gemeinde einen Strich durch die Rechnung. So wurde es am Donnerstagabend eine urgemütliche Weinverkostung im Jugendheim.

Elf Weine standen zur Verkostung bereit, aus Württemberg kamen sie, aus Meersburg, der Pfalz, Italien und Portugal. Für leckere Häppchen wie verschiedene Quiches, Fleischbällchen, Parmesanplätzchen, Käsehappen und etwas für den süßen Zahn hatte das bewährte Küchenteam gesorgt. Während die Besucher im gut besetzten Jugendheim an ihrem Wein nippten, spielte Erik Daumann-Hettenbach unterhaltsame Musik am Flügel. Die beiden Pfarrerinnen Susanne Richter und Margot Lenz steuerten unterhaltsame Gedichte und Aphorismen passend zum Wein bei. „Eine Mahlzeit ohne Wein ist wie ein Tag ohne Sonnenschein“, hatte Louis Pasteur einmal festgestellt. „Ein gutes Glas Wein ist geeignet, den Verstand zu wecken“, fand Konrad Adenauer. Und schon Konfuzius meinte: „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker.“ Die Heilerin Hildegard von Bingen stellte fest: „Der Wein heilt und erfreut den Menschen.“

Susanne Richter hatte Passendes zum Wein in der Dichtkunst gefunden. Ludwig Uhland schrieb: „Was ist das für ein durstig’ Jahr.“ Justinus Kerner fand heraus: „Der Name Wirtemberg schreibt sich vom Wirt vom Berg.“ „Wankelmut“ hat Wilhelm Busch ein Gedicht betitelt, nachdem er zu tief ins Glas geschaut hatte, „was bin ich alter Bösewicht so wankelig von Sinne“.

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