Gedenktafel erinnert an NS-Widerstandskämpfer aus der Region

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 Mit der Tafel soll 30 Widerstandskämpfern gedacht werden.
Mit der Tafel soll 30 Widerstandskämpfern gedacht werden. (Foto: Körner)

Schon vor der Erschließung des Baugebietes Rosengarten hat der Gemeinderat auf Initiative der Grünen festgelegt, dass die Straßen dort nach Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt werden.

Jetzt hat die Familie Feger eine Gedenktafel am Eingang zum Wohngebiet Rosengarten gestiftet, auf der die 30 Widerstandskämpfer, die den Straßen ihren Namen gegeben haben oder noch geben werden, verzeichnet sind. Es sind Namen von Widerstandskämpfern hier aus der Region, aber auch Namen, die in ganz Deutschland bekannt sind.

In einer Feierstunde wurde diese Tafel, zu der die Stadt das Fundament gestiftet hatte, eingeweiht. Dem Widerstand fühlt sich Veit Feger besonders verbunden, weil dem Verlagshaus seiner Familie schon 1934 das Verlagsrecht von den Nationalsozialisten genommen worden war. Entworfen hat die Tafel Gerold Jäggle, der auch eine ähnliche Tafel für die Opfer der Hexenverbrennung in Bad Saulgau geschaffen hat. „Die Falten in der Tafel stehen für die Brüche im Leben der Widerstandskämpfer“, erklärte der Künstler.

Wenn man die Augen aufmacht, hat man auch heute die Möglichkeit zu sehen, wo Menschen Unrecht getan wird.

Veit Feger

Veit Feger selbst erinnerte an in Ehingen vom Nazi-Regime Verfolgte wie die Zeugen Jehovas, die gefesselt durch die Stadt geführt worden waren. „Wenn man die Augen aufmacht, hat man auch heute die Möglichkeit zu sehen, wo Menschen Unrecht getan wird“, sagte Feger.

Oberbürgermeister Alexander Baumann sprach von dem Standort der Tafel am Eingang zum Wohngebiet Rosengarten als einem Ort der Mahnung. „Die Tafel ist eine schöne Ergänzung zu den nach den Widerstandskämpfern benannten Straßen, eine ständig bleibende Mahnung“, sagte Baumann.

Gertrud Graf ist Mitglied des Sprecherrates der Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten in Baden-Württemberg, sie hat Überlebende der Konzentrations-Außenlager gesucht und die Todesmärsche aus den Lagern im Oberland erforscht. Sie sagte, „es ist außergewöhnlich, dass Straßen nach Widerstandskämpfern benannt werden“.

Glaubensgemeinschaften spenden den Segen

Vertreter von vier Glaubensgemeinschaften, Willi Bauschatz für die Arche, Volker Altdörfer für die apostolische Gemeinde, Diakon Roland Gaschler für die katholische Kirche und Pfarrerin Margot Lenz für die evangelische Kirche, sprachen Segensgebete für die Gedenktafel.

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