FSJlerin war bei den Schülern beliebt

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Mit Marielle Appenzellers Arbeit ist Rektor Max Weber hoch zufrieden.
Mit Marielle Appenzellers Arbeit ist Rektor Max Weber hoch zufrieden. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Die 19-jährige Marielle Appenzeller aus Ersingen liebt Tiere und wird deshalb Tiermedizin studieren. Sie liebt aber auch Kinder und hat dies vor dem Beginn des Studiums während eines Freiwilligen Sozialen Jahres an der Längenfeldschule bewiesen. Am Dienstag wurde sie von Rektor Max Weber mit dem Dank für ihr vielfältiges Engagement verabschiedet.

Auch Max Weber hat gewiss nichts gegen Tiere. Schließlich besitzt er selbst einen von ihm sehr geschätzten Schäferhund. Trotzdem wäre es ihm lieber, Marielle Appenzeller hätte sich für ein Studium der Pädagogik entschieden. An seiner Schule hat sie nämlich ein Jahr lang bewiesen, dass sie sich mit Kindern hervorragend versteht.

„Marielle hat die Chance eines Freiwilligen Sozialen Jahrs voll genutzt, bewies pädagogisches Geschick, war zuverlässig und kam bei den Kindern sehr gut an“, zog Max Weber ein durchweg positives Fazit ihrer Tätigkeit an seiner Schule. Diese erfolgte im Rahmen einer mit der Turn- und Sportgemeinschaft Ehingen unter dem Titel „FSJ Sport und Schule“ vereinbarten und auf einer gemeinsamen Initiative des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und der baden-württembergischen Sportjugend beruhenden Kooperation. Diese ist darauf ausgerichtet, Bewegung, Spiel und Sport in Grundschulen und die Zusammenarbeit zwischen Schule und Sportverein auszubauen.

Nach Laura Stoll aus Allmendingen ist Marielle Appenzeller die zweite Jugendliche, die im Freiwilligen Sozialen Jahr an der Längenfeldschule eine Chance zur Selbstfindung wahrnahm. Mit dem Freiwilligendienst für junge Menschen deckt die Schule den Bereich Ganztagsbetrieb weitgehend ab.

Marielle Appenzeller half bei Arbeitsgemeinschaften mit, übernahm die Lernzeitbetreuung und leitete eine Spiel- und Spaß-AG sowie eine Sportprofilgruppe. 70 Prozent ihrer Tätigkeit verbrachte sie an der Schule, 30 Prozent in der Geschäftsstelle der TSG Ehingen. Von den monatlichen Kosten in Höhe von 520 Euro trug der Landessportbund 345 Euro, Schule und der Verein 175 Euro. Die Dienstleistende selbst bekam ein monatliches Taschengeld von 300 Euro ausbezahlt.

„Im Kollegium wurde ich super aufgenommen“, sagt Marielle Appenzeller über ihr Verhältnis zu den Lehrern der Längenfeldschule. „Wir wollten sie für den pädagogischen Bereich gewinnen“, umschreibt Max Weber den vergeblichen Versuch, ihr den Beruf des Lehrers schmackhaft zu machen. 2017 bestand Marielle Appenzeller am Johann-Vanotti-Gymnasium das Abitur. Im Oktober beginnt sie an der Justus-Liebig-Universität Gießen im Fachbereich 10 ihr Studium der Veterinärmedizin. Wo sie dann auch vermisst wird, ist beim MV Ersingen. Hier ist sie als Saxofonistin sehr geschätzt.

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