Freude über den Erfolg der Steeples

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 Ralph Junge freut sich auf „seine“ Steeples.
Ralph Junge freut sich auf „seine“ Steeples. (Foto: Archiv- imago sportdienst)
Leiter Lokalredaktion Ehingen

14 Jahre lang hat Ralph Junge gleich mehrere Basketball-Generationen in Urspring und Ehingen geprägt, hat aus Schuljungen Profispieler gemacht, ein Nachwuchsteam in der zweiten Bundesliga etabliert. Ohne ihn würde es die Steeples in der jetzigen Form nicht geben. Nun trifft Ralph Junge am kommenden Freitagabend (19.30 Uhr) als Trainer der Nürnberg Falcons „mal wieder“ auf das Team Ehingen Urspring. Eine Herzensangelegenheit.

„Ich bin auf dem Weg zum Basketball“, sagt Ralph Junge, als er das Telefonat annimmt. Wohin sonst. Denn wenn einer im positivsten Sinne als basketballverrückt bezeichnet werden kann, dann ist das der Mann, dem der Basketball in Ehingen und Urspring so viel zu verdanken hat. 14 Jahre lang war der Name Ralph Junge quasi ein Synonym für Basketball-Erfolg. Unter Junges Ägide als Basketball-Boss reiften Talente wie Luca Staiger, Nicolai Simon oder Kevin Bright zu Profis heran.

„Mir geht es gut, sehr gut sogar“, sagt Ralph Junge, der sich auf das Spiel gegen die Steeples natürlich sehr freut. Besonders groß ist die Freude darüber, dass es beim Team Ehingen Urspring derzeit sehr gut läuft. „Ich bin froh, dass Domenik Reinboth als Trainer gerade diesen Erfolg hat. Im vergangenen Jahr mussten er und die Spieler viel Kritik einstecken, weil es sportlich nicht zum Klassenerhalt gereicht hat und dieser erst quasi am grünen Tisch entschieden wurde. Nun zeigt sich aber deutlich, dass Reinboth es kann. Mir gefällt vor allem, dass die Mannschaft einen sehr erfrischenden Basketball spielt“, sagt Junge. Ehingen rangiert als derzeit Achter sogar einen Platz vor Junges Nürnberger, die in der Vergangenheit viele außersportliche Probleme lösen mussten (die SZ berichtete mehrfach). Momentan ist die Heimstätte der Nürnberger keine Halle, sondern ein Event-Zelt, in dem Basketball laut Ralph Junge aber „erstaunlich gut funktioniert“. „Wir hoffen, dass die neue Halle in drei Jahren fertig sein wird“, sagt Ralph Junge, dessen Ziel es weiterhin ist, mit den Nürnbergern perspektivisch in die BBL aufzusteigen. „Die BBL ist schon unser realistisches Fernziel. Nur können wir dieses Ziel natürlich nicht per Fingerschnipp erreichen“, sagt Junge, der über sich sagt: „Anscheinend brauche ich solche Herausforderungen.“

Dass Ralph Junge noch ziemlich oft Kontak mit Domenik Reinboth hat, ist kein Geheimnis. „Wir spielen in derselben Liga. Deswegen tauschen wir uns schon mal über die Gegner aus. Zudem pflegen wir eine gute Freundschaft.“ Das Spiel am Freitag steht deswegen zwar für Ralph Junge und Domenik Reinboth unter einem besonderen Stern, wohl aber nicht für die Spieler. „Auf dem Feld stehen die Protagonisten. Und den Ehingern wird es egal sein, ob da irgendein Ralph Junge beim Gegner am Rand steht. Schließlich sind das ja nicht meine Ex-Spieler.“ Auf Ex-Spieler wird Junge daher nicht treffen, aber viele Weggefährten gehören zum Team der Ehinger. „Es freut mich auch sehr für Nico Drmota, dass es gerade so gut läuft.“ Wer Favorit sein wird, will Junge nicht sagen, nur so viel: „Wir haben eine richtig schöne Mannschaft. Ehingen hat eine starke Truppe, beide haben Stärken und Schwächen.“

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