Frauenfrühstück behandelt den Stress

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Singen und Tanzen macht glücklich, rät Stressmanagerin Bettina Vogt den Damen beim Frauenfrühstück im Franziskanerkloster. (Foto: kö)
Schwäbische Zeitung
Barbara Körner

„Bei zu viel Druck und Bergen von Aufgaben machen Sie am besten zuerst mal eine Pause“, hat Stressmanagerin Bettina Vogt gestern beim Frauenfrühstück den rund 60 Frauen geraten. Bettina Vogt erklärte den Frauen der Frühstücksrunde, wie sie mit mentalen Strategien ihren Alltag bereichern.

„Bei zu vielen Pflichten ist immer die große Frage, wo ist hier der Notausgang. Man kann jederzeit aussteigen“, sagte Bettina Vogt, „man muss es nur wollen“. Sie riet ihren Zuhörerinnen sich zu fragen, was sich ihr Körper wünschen würde, wenn er eine Stimme hätte. Was macht mich zufrieden, womit bin ich unzufrieden, was muss ich ändern, um zufriedener zu sein? Wie sieht mein Alltag aus? Diese Fragen sollen sich die Frauen in einer ruhigen Stunde einmal selbst beantworten, riet Bettina Vogt.

Bewegung sei eine Superpille für Herz und Gehirn, Miniziele, wie einen Spaziergang, solle man sich selbst setzen, sagte sie. Optimistisches Denken, Entspannung, eine gute Haltung, damit der Atem mehr Platz hat, tragen zum persönlichen Wohlbefinden bei. Jeder sollte seinen persönlichen Wohlfühl- und Entspannungsplatz haben, Selbstmitleid vermeiden und einfach „stop“ sagen, wenn die Gedanken Überhand nehmen, waren weitere Ratschläge.

Bettina Vogt erklärte kurz die Aufgaben der zwei Gehirnhälften, riet zu einem Gehirnquickie mit gleichzeitigem Bauchreiben und mit der anderen Hand auf den Kopf klopfen. Mit dem Daumen nacheinander auf die anderen Finger drücken und das mit der zweiten Hand gegengleich zu machen, bekam die Frühstücksrunde als Hausaufgabe mit.

„Was möchten Sie am letzten Tag Ihres Lebens sagen, was Sie gemacht haben. Wenn wir dann wirklich zufrieden sind, ist es optimal. Wir haben alle noch eine Weile Zeit, das Leben bis dahin zu gestalten“, sagte Bettina Wolf.

Sehr heilsam, sei, so Wolf, zu singen „jede kleine Zelle in meinem Körper ist glücklich“ und dazu zu tanzen. „Stehen Sie auf, sind Sie wild, lassen Sie es heraus“, forderte sie die Frauen auf und schon tanzte und sang der ganze Saal im Franziskaner.

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