Frauenbund trifft sich in Dächingen

Lesedauer: 4 Min
Bezirksvorsitzende Veronika Balzer begrüßte die Teilnehmerinnen des Frauenbundstreffens in der Kirche.
Bezirksvorsitzende Veronika Balzer begrüßte die Teilnehmerinnen des Frauenbundstreffens in der Kirche. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Zum 18. Mal hat das Bezirkstreffen der im Dekanat Ulm-Ehingen bestehenden Frauenbundsvereine am Mittwoch in Dächingen stattgefunden. Annähernd 70 Mitglieder begannen den Begegnungstag in der Kirche.

„Zu einem „Wohlfühlnachmittag“ hieß Bezirksvorsitzende Veronika Balzer aus Allmendingen zu Beginn die Frauen willkommen und ermunterte sie, tief durchzuatmen, ruhig zu werden und mit wachem Geist die von den Dächinger Frauen ausgewählten Bibeltexte auf sich wirken zu lassen.

Das Profil des Menschen stand im Mittelpunkt des von Pfarrer Otto Glökler geleiteten Gottesdienstes. In seiner Ansprache sprach er vom Profil des Menschen als den von den Eltern geerbten Eigenschaften und dem durch Schule und Umwelt erweiterten Bewusstsein. Dieses setzte er in Bezug zur Aussage des Paulus im ersten Korintherbrief: „Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten“. Durch Taufe und Firmung seien die Glaubenden in die Christengemeinschaft eingebunden. Pfarrer Glökler verwies auf den 1829 in Dächingen geborenen und 1899 in Cuenca/Ecuador gestorbenen Ordensbruder Johannes Baptista Stiehle. Mit Schaffenskraft habe dieser in Lothringen und in Südamerika sein Profil als Schreiner und Schmied wirksam eingesetzt. „Jesus, ist der geliebte Sohn, dem alle Macht gegeben ist“, griff der Geistliche den Sendungsauftrag vom Ende des Matthäusevangeliums auf. „Füreinander einzustehen, damit die Welt menschlicher wird“, stand als Motto über den von einigen Dächinger Frauen vorgetragenen Fürbitten.

Nach dem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche begaben sich die Teilnehmerinnen am Bezirkstreffen ins Gasthaus gegenüber. Hier genossen sie bei Geselligkeit und Gedankenaustausch Kaffee und Kuchen. Die Zahl der Teilnehmerinnen wird von Jahr zu Jahr weniger. Frauenbundsvereine im Dekanat Ulm-Ehingen bestehen in den acht Kirchengemeinden Allmendingen, Dächingen, Ehingen, Erbstetten, Griesingen, Kirchbierlingen, Rammingen und Rißtissen. Schwindende Mitgliederzahlen und wachsende Überalterung bezeichnete die Dächingerin Irmgard Locher schon vor vier Jahren als Problem. Damals gab sie den Bezirksvorsitz nach zwölf Jahren an ihren bisherige Stellvertreterin Veronika Balzer aus Allmendingen ab.

Einige der acht Zweigvereine sind durchaus noch in der Lage ein ansehnliches Jahresprogramm auf die Beine zustellen und freuen sich über jedes bisherige und neue Mitglied, das die umfangreichen Aktivitäten mitträgt. „Wir machen uns stark für Frauen“ ist das geistige Fundament des 1903 in Köln gegründeten Katholischen Deutschen Frauenbundes mit heute rund 180 000 Mitgliedern. in 1800 Zweigvereinen. Einer davon ist in Dächingen aktiv.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen