Fortbildung der Feuerwehr: Atemschutzträger erarbeiten einheitliche Standards

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 Demonstration zum Einsatz von Wärmebildkameras mit Hilfe einer Flashoverbox, die Rauchentwicklung bei einem Zimmerbrand simulie
Demonstration zum Einsatz von Wärmebildkameras mit Hilfe einer Flashoverbox, die Rauchentwicklung bei einem Zimmerbrand simuliert. (Foto: Körner)

Damit im ganzen Landkreis für Atemschutzträger einheitliche Standards gelten, hatte Andreas Neumann von der Ehinger Feuerwehr, der auch für den Feuer- und Katastrophenschutz der Krankenhäuser und Pflegeheime im Kreis zuständig ist, zusammen mit dem Katastrophenschutz des Landratsamtes zu einem Informationstag für Multiplikatoren der Atemschutzträger der Feuerwehren im Kreis eingeladen.

„Wir wollen einheitliche Standards der Vorgehensweise vor allem bei öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern und Pflegeheimen erarbeiten“, sagte Neumann.

Wertvolle Hilfe

So gut wie alle Feuerwehen im Kreis sind jetzt mit Wärmebildkameras ausgestattet, die dem Atemschutzträger bei Eindringen in einen total verrauchten Raum eine wertvolle Hilfe sind. Wie diese Kameras zu gebrauchen sind, erklärte Uli Halder anhand einer Flashoverbox, mit der die Rauchentwicklung bei einem Zimmerbrand simuliert wurde.

Übung zum Umgang mit einem Rauchgasstopper, mit dem Rauchentwicklung auf die brennende Wohnung beschränkt werden soll.
Übung zum Umgang mit einem Rauchgasstopper, mit dem Rauchentwicklung auf die brennende Wohnung beschränkt werden soll. (Foto: Körner)

Nach zwei Stunden Theorie am Morgen teilten sich die 51 Feuerwehrleute in Gruppen auf, eine Gruppe übte mit Ralf Glöggler den Umgang mit einem Rauchgasstopper, mit dem versucht wird, die Rauchentwicklung auf die brennende Wohnung zu beschränken, damit so wenig Raum wie möglich kontaminiert wird.

Mit Schlauchpaket gearbeitet

Schlauchmanagement war ein anderes Thema. „Verschiedene Methoden mit seinen Schlauchreserven umzugehen, werden hier vermittelt“, sagte Philipp Renner vom Katastrophenschutz des Landratsamtes. Es wurde mit einem Schlauchpaket gearbeitet, das für Wasserreserven im Treppenhaus bei Wohnungsbränden sinnvoll ist, mit einem Hohlstrahlrohr, das starke Löschwirkung bei minimalem Löschwassereinsatz garantiert und somit wenig Wasserschaden anrichtet. Andreas Neumann selbst übte mit seiner Gruppe verschiedene Löcheinsätze am Simulator.

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